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12.04.2016

14:06 Uhr

Politiker schießen gegen EZB

Warum Draghi vor den Bundestag treten sollte

VonDaniel Schäfer

PremiumDie Attacken von Politikern gegen die EZB sind brandgefährlich. Beide Seiten sollten aufeinander zugehen, d enn die geldpolitischen Drogen verlieren ihre Effektivität – und die Nebenwirkungen werden größer. Eine Analyse.

Es sollte einen globalen Dialog zwischen Politikern und Notenbankern geben. AFP; Files; Francois Guillot

EZB-Präsident Draghi

Es sollte einen globalen Dialog zwischen Politikern und Notenbankern geben.

DüsseldorfDer fast schon religiös anmutende deutsche Glaube an die Unantastbarkeit ihrer Notenbank ist legendär. „Nicht alle Deutschen glauben an Gott, aber alle Deutschen glauben an die Bundesbank“, monierte einst der frühere EU-Kommissionspräsident Jacques Delors. Umso mehr wundert es, wenn auf einmal ausgerechnet deutsche Politiker die Europäische Zentralbank (EZB) zum Freiwild erklären.

Aus heiterem Himmel haben Unionspolitiker bis hin zu Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zuletzt aus allen Rohren gegen die Nullzinspolitik des EZB-Präsidenten Mario Draghi geschossen: Von „Rechtfertigungsdruck“ war da die Rede, eine laute Abmahnung der Geldpolitik wurde gefordert und Draghi für Wahlerfolge der AfD mitverantwortlich gemacht.

Daniel Schäfer ist Ressortleiter Finanzen.

Der Autor

Daniel Schäfer ist Ressortleiter Finanzen.

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