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21.06.2016

11:50 Uhr

Abkassieren mit Absagen

Der schlimmste Bewerber Deutschlands

VonDaniel Gräber

PremiumEine falsche Formulierung in der Ausschreibung reichte: Ein Bewerber klagte immer wieder gegen seine Nichteinstellung – wegen angeblicher Diskriminierung. Nun steht der „AGG-Hopper“ selbst vor Gericht. Personaler können gespannt sein.

Die Gerichte werden durch das Gleichbehandlungsgesetz auf Trab gehalten. Imago

Im Schraubstock

Die Gerichte werden durch das Gleichbehandlungsgesetz auf Trab gehalten.

KarlsruheSelbstbewusst ist er ja, dachte Bettina Jansen*, als sie im Oktober 2011 die Bewerbung von Lars Möller* öffnete. Mehr konnte die Mitarbeiterin der Personalabteilung einer großen Wirtschaftskanzlei in Köln dem Bewerber allerdings nicht attestieren. Ihre Kanzlei suchte einen Juristen „mit überdurchschnittlich gutem Examen“, so stand es in der Stellenausschreibung. Möller hatte sein zweites Staatsexamen mit der Note „ausreichend“ abgeschlossen, schlechter ging es kaum.

Außerdem bestand seine Bewerbung aus 16 eingescannten Seiten, die alle einzeln geöffnet werden mussten. Jansen legte die seltsame Zuschrift auf den Stapel: abgelehnt.

Dreieinhalb Monate später erhielt die Kanzlei ein zweites Schreiben von Möller. Diesmal war...

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