Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

19.07.2016

13:23 Uhr

Cum-Ex-Geschäfte

Staatsversagen auf ganzer Linie

VonFrank Matthias Drost, Donata Riedel

PremiumÜber Jahre funktionierte das System mit Dividendentricks problemlos. Untersuchungen zeigen: Die Steuerbetrüger blieben unbehelligt, weil die Behörden sich kaum austauschten. Die Bafin wehrt sich gegen die Vorwürfe.

Auf bis zu zwölf Milliarden Euro wird der Schaden taxiert, der aus den sogenannten Cum-Ex-Geschäften entstanden ist. dpa

Dax-Kurve

Auf bis zu zwölf Milliarden Euro wird der Schaden taxiert, der aus den sogenannten Cum-Ex-Geschäften entstanden ist.

BerlinDas System mit den Dividendentricks funktionierte jahrelang einwandfrei. Lange erstattete der Staat Steuern auf Kapitalerträge, die nie gezahlt wurden – Anleger und Banken profitierten davon. Auf bis zu zwölf Milliarden Euro wird der Schaden für die Steuerzahler taxiert, der zwischen 2002 und 2012 aus den sogenannten Cum-Ex-Geschäften entstanden ist.

Ein seit April bestehender parlamentarischer Untersuchungsausschuss soll klären, warum der Steuerbetrug über Jahre laufen konnte, ohne dass jemand einschritt.

Eine Erklärung haben die Abgeordneten jetzt gefunden: Es mangelte an Kooperation zwischen den Behörden. „Die Bankenaufsicht Bafin hat gar nicht verstanden, dass Cum-Ex ein Geschäftsmodell war und nicht nur ein Steuerthema“,...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×