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26.09.2016

20:11 Uhr

Cum-Ex-Steuerbetrug

Sensationsrendite mit gekauften Steuerdaten

VonSönke Iwersen, Volker Votsmeier

PremiumNordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans hat bereits mehr als 100 Millionen Euro für den Fiskus verdient. Sein Einsatz: gerade einmal fünf Millionen Euro.

Ursprünglich verlangte der Verkäufer für einen USB-Stick mit vertraulichen Steuerdaten 30 Millionen Euro. Ein utopischer Preis für deutsche Verhältnisse. gms

USB-Stick

Ursprünglich verlangte der Verkäufer für einen USB-Stick mit vertraulichen Steuerdaten 30 Millionen Euro. Ein utopischer Preis für deutsche Verhältnisse.

DüsseldorfDie Skepsis war groß, als Nordrhein-Westfalens Finanzminister Norbert Walter-Borjans im Spätsommer 2015 die Anweisung gab, fünf Millionen Euro für einen USB-Stick auszugeben. Fast wäre der Deal geplatzt, denn eingangs verlangte der Mann, der sich „Paul Smith“ nannte, für den Datenträger 30 Millionen Euro. Ein utopischer Preis für deutsche Verhältnisse. Doch die Steuerfahnder verhandelten hartnäckig – und drückten den Datenhändler um 25 Millionen Euro. Dabei wussten die Beamten von Anfang an, dass sich der Preis lohnen würde.

So behielten recht. Wie das Handelsblatt aus Ermittlerkreisen erfuhr, haben die Steuerfahndung Wuppertal und die Staatsanwaltschaft Köln mit den Daten von Paul Smith...

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