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21.07.2016

14:35 Uhr

Insolvenzverfahren

„Wie zu Zeiten von 1877“

VonHeike Anger

PremiumBei einer Großpleite wie der von Teldafax bleiben nicht nur geprellte Kunden, sondern auch Tausende Akten. Insolvenzverwalter wollen ihr Geschäft modernisieren. Doch die Justiz verschläft die Digitalisierung.

Shelves filled with patient notes and files Getty Images

Voller Aktenschrank

Bei Großpleiten kommen Hunderttausend Seiten pro Jahr zusammen.

BerlinEr sei kein „Technik-Freak“, betont Christoph Niering. Der Partner einer der großen deutschen Insolvenzverwalterkanzleien kommt allerdings ins Grübeln, wenn er durchrechnet, wie viel Papier er bei den rund 1000 Verbraucher- und 100 Unternehmensinsolvenzen, die sein Büro jährlich betreut, in die Welt hinausschickt. So erhalten zu Beginn einer Pleite alle Gläubiger auf dem Postweg einen dicken Packen Formulare samt Merkblatt, damit sie ihre Forderungen anmelden können. Bei Niering kommen da einige Hunderttausend Seiten pro Jahr zusammen. Bei einer einzigen Großpleite wie etwa beim Billigstromanbieter Teldafax mit einer halben Million Gläubiger wurden allein rund fünf Millionen Seiten verschickt. Die in Papierform eingereichten...

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