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07.12.2015

15:21 Uhr

Kapitaleinkommen

Warum die Abgeltungssteuer besser ist als ihr Ruf

VonBert Rürup

PremiumSeit sie im Jahr 2009 eingeführt wurde, ist die Abgeltungsteuer vielen ein Dorn im Auge. Und obwohl sie nicht dem Schumpeter-Ideal entspricht, wird sie uns noch längere Zeit erhalten bleiben. Und das ist gut so. Eine Analyse.

Die Abgeltungsteuer ist vielen ein Dorn im Auge: 25 Prozent auf mühelose Kapitaleinkommen, während für Einkünfte aus ehrlicher Arbeit bis zu 45 Prozent Steuer fällig werden – das sei ungerecht. Nach dem Ideal der synthetischen Einkommensteuer werden zunächst alle Einkünfte zu einer Bemessungsgrundlage zusammengefasst und dann individuelle Abzüge zur Ermittlung der persönlichen Leistungsfähigkeit vorgenommen. Darauf wird dann der Steuertarif angewandt; Gleiches wird gleich und Ungleiches ungleich besteuert. Dies sei die „reinste Gestalt des Steuergedankens“, begeisterte sich der große Nationalökonom Joseph Schumpeter.

Bert Rürup ist Präsident des Handelsblatt Research Institute.

Der Autor

Bert Rürup ist Präsident des Handelsblatt Research Institute.

Die deutsche Einkommensteuer entsprach diesem Ideal nie. Sie berücksichtigt nur sieben Einkunftsarten. Lottogewinne, Trinkgelder, Sonn- und Feiertagszuschläge – um...

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