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18.07.2017

20:50 Uhr

Trump stärkt den Euro

Die Umkehr der Kräfte

VonAndrea Cünnen, Moritz Koch, Matthias Streit, Susanne Schier

PremiumDie Erwartungen an den US-Präsidenten waren gewaltig. Doch mit dem Flop der Gesundheitsreform verlieren viele Investoren den Glauben an seine Wirtschaftspläne. Die Folge: Der Dollar verliert an Wert, der Euro-Kurs steigt.

Das sinkende Vertrauen lässt den Dollar-Kurs fallen. Smetek [M]

Der Greenback im Zeichen von Donald Trump

Das sinkende Vertrauen lässt den Dollar-Kurs fallen.

Frankfurt/WashingtonUS-Präsident Donald Trump hat viele Amerikaner enttäuscht, aber zumindest die Finanzmärkte schien er lange zu begeistern. Der Dollar zog nach seinem Wahlsieg kräftig an, die Aktienkurse jagten von Rekord zu Rekord. Da die Republikaner nicht nur das Weiße Haus, sondern auch das Abgeordnetenhaus und den Senat kontrollierten, träumten Investoren von einer konservativen Revolution à la Ronald Reagan: auf eine Deregulierungs- und Steuersenkungsoffensive, die Amerika wieder in die Wachstumslokomotive der Weltwirtschaft verwandeln würde.

Doch ein halbes Jahr nach der Machtübernahme macht sich Ernüchterung breit. Die Reformhoffnungen schwinden; die Zweifel an der Regierungsfähigkeit des Präsidenten wachsen. Seine wichtigsten legislativen Vorhaben finden...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

19.07.2017, 12:16 Uhr

Sehr geehrte frau Cünnen,

da hat sich Ihr Team ja wirklich angestrengt, alle Aspekte zu durchleuchten. Ich selbst würde mich gern auf den Aktienmarkt konzentrieren und dabei die Sicht der Amerikaner (des big money) einnehmen. Weil die von Trump versprochenen wachstumsfreundlichen Reformen nicht kommen, haben amerikanische Aktien an Attraktivität verloren. Auf der anderen Seite gewinnt die europäische Wirtschaft an Fahrt. Aber durch die EURO-Aufwertung haben sich auch die europäischen Aktien verteuert.

Wenig Gewicht messe ich dem Argument bei, dass die Aufwertung des Euros die Exporte europäischer Firmen belastet. Die meisten Firmen haben ihre Dollar-Erlöse für längere Zeit gegen Währungsschwankungen abgesichert. Und auf der anderen Seite verbilligt die EURO-Aufwertung auch die Einfuhrrechnung und damit auch die von den Firmen gekauften Rohstoffe und Vormaterialien.

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