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12.12.2016

18:00 Uhr

Stimmungsbild-Studie

Mini-Zinsen machen Anleger ratlos

VonIngo Narat

PremiumDie Unsicherheit ist groß. Mehr als drei Viertel aller Anleger wissen nicht, wie und wo sie ihr Geld noch sinnvoll anlegen können. Das ist das Ergebnis einer Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Targobank, durchgeführt Ende November und Anfang Dezember. Die Daten liegen dem Handelsblatt vor. Sie liefern das aktuellste Stimmungsbild zum Anlegerverhalten.

Viele Haushalte wissen nicht, welche Richtung sie bei ihren Anlagen nehmen sollen. Bloomberg/Getty Images

Ja, wohin laufen sie denn?

Viele Haushalte wissen nicht, welche Richtung sie bei ihren Anlagen nehmen sollen.

Frankfurt„Die Niedrigzinsen machen viele Anleger völlig ratlos“, glaubt Alfredo Garces von der Targobank. Gleichzeitig wollen sich die Anleger offenbar auch nicht aus dem Fenster lehnen. Fast zwei Drittel stimmen der Aussage zu: „Bevor ich bei der Geldanlage etwas falsch mache, lasse ich lieber erst einmal alles, so wie es ist, und warte ab.“ Die meisten parken ihr Geld weiter auf dem Konto. Das ängstliche Verharren hält Garces allerdings für keine empfehlenswerte Strategie.

Zur Abwartehaltung trägt die Grundeinstellung der Befragten bei. Eine große Mehrheit beschreibt ihre Anlagestrategie mit konservativ oder sicherheitsorientiert. Das bestärkt die Anleger in ihrer abwartenden Haltung –...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

13.12.2016, 13:52 Uhr

Nun habe ich es so ungefähr 20 000 Mal gehört oder gelesen: Auf lange Sicht gesehen schlagen Aktien Anleihen oder andere Zinsprodukte.

Mag sein. Obwohl es dafür auf Zukunft gesehen keine Garantie gibt. Auf der anderen Seite muß es einen Grund geben, warum die meisten Deutschen einen weiten Bogen um eine Aktienanlage machen. Aber dieser Grund wird stets verschwiegen.

Es sind die irrsinnig hohen Wertschwankungen einer Aktienanlage, die ein Christenmensch nicht im Kopf aushält. Nehmen wir als Beispiel den DAX. Das sind nicht windige Internetbuden, sondern die Dickschiffe der deutschen Wirtschaft.

Anfang 2000 hatte der DAX einen Wert von 8 000 Punkten. Gute 3 Jahre später, im März 2003, waren es noch 2 200 Punkte. Der Anleger verlor somit rund 3/4 seiner Ersparnisse. Macht gar nichts, dieser Beinahe-Totalverlust? Oder doch? Das ist eine Frage des Standpunktes. Die Banker werden sicherlich sagen, dass der DAX bis Ende 2007 seine Riesenverluste wieder aufgeholt hatte und wieder bei 8 000 Punkten stand. Aber dann kam die subprime-Krise und der DAX verlor binnen 15 Monaten wieder 55 %.

Mitmachen beim Jo-Jo-Spiel? Meinetwegen. Aber bitte nur mit einem Teil der Ersparnisse. Und sich dabei vielleicht auch die Risiken vor Augen halten. Ein Beispiel für diese Risiken ist, dass sehr viele Staaten dieser Welt überschuldet sind und nur wegen der Null-Zins-Politik der Notenbanken die Zinsen und Tilgungsleistungen für ihre Schulden aufbringen können. Ein anderes Beispiel für die Risiken ist das Abenteuer Donald Trump.

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