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09.06.2015

16:07 Uhr

Ergo-Versicherung

Die Wahrheit hinter den Papierbergen

VonOzan Demircan, Sönke Iwersen

PremiumErgo schickte einem Ex-Makler jahrelang falsche Provisionsauszüge. Den Rechtsstreit zog der Konzern in die Länge – bis die Zwangsvollstreckung drohte. Die Auseinandersetzung ist kein Einzelfall.

Die Firmenzentrale der ERGO Versicherungsgruppe AG vor Beginn der  Bilanzpressekonferenz am 27.03.2013 in Duesseldorf. [ Rechtehinweis: Verwendung weltweit, usage worldwide ] dpa

Ergo-Schild vor der Konzernzentrale in Düsseldorf

Auch die Finanzaufsicht ist aufmerksam geworden.

Frankfurt, DüsseldorfAls Torsten Klatt am 20. Februar 2013 sah, was der Postbote gebracht hatte, war ihm seltsam zumute. Er wusste nicht, ob er lachen oder weinen sollte. Seit Wochen wartete der Anwalt eines Versicherungsmaklers auf eine Sendung von der Ergo-Versicherung. Sein Mandant hatte von Ergo eine Kündigung erhalten und brauchte einen Auszug aus der Buchhaltung, um seine Abfindungsansprüche zu überprüfen.

Ergo wollte die Daten nicht mailen, sondern auf dem Postweg schicken. Aber nun hatte der Postbote keinen Umschlag mit CD oder USB-Stick abgegeben – der Mann war mit einer Sackkarre erschienen.

„Er lud einen Stapel Kartons bei meiner Sekretärin...

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