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21.02.2017

17:25 Uhr

BGH-Urteil

Der letzte Weckruf für die Bausparkassen

VonDaniel Schäfer

PremiumDer Sieg vor Gericht ist für die Branche zwar ein Erfolg. Doch er kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass Bausparen in der jetzigen Form keine Zukunft hat. Die Bausparkassen müssen sich neu erfinden. Ein Kommentar.

Das BGH-Urteil ist für die Branche ein Erfolg – die braucht dennoch dringend ein neues Modell mit mehr Zukunft. dpa

Bausparen

Das BGH-Urteil ist für die Branche ein Erfolg – die braucht dennoch dringend ein neues Modell mit mehr Zukunft.

Aus Sicht Hunderttausender deutscher Bausparer ist es eine große Ungerechtigkeit: Die Bausparkassen dürfen ihren Kunden den Vertrag kündigen, wenn die zehn Jahre ihren Anspruch auf ein Baudarlehen nicht abrufen. Das hat der Bundesgerichtshof am Dienstag entschieden.

Doch was den Zorn so mancher deutscher Sparer erregt, ist ein überaus vernünftiges Urteil. Denn zum einen war Bausparen niemals als eine reine Sparanlage gedacht. Darauf hat der BGH zu Recht hingewiesen. Bausparen basierte immer auf einem Kollektivgedanken: Mit den Zinsen, die ältere Kunden für zugeteilte Baudarlehen bezahlen, werden die Einlagenzinsen der neueren Kunden finanziert. Das kann nicht mehr funktionieren, wenn nur noch acht...

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