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10.02.2015

10:54 Uhr

Zinspolitik auf Sparflamme

Der Minus-Kapitalismus

VonAndrea Cünnen, Daniel Schäfer

PremiumFinanzmarkt paradox: Eine Geldanlage bringt immer öfter keine Zinsen, sondern kostet Geld. Das ist der Preis für Sicherheit in Zeiten des Sparernotstands. Investoren weichen zunehmend auf riskantere Anlagen aus.

Durch die Regulierung sind Geldhäuser gezwungen, schlecht verzinste Anleihen zu behalten. ap

Bankenviertel in Frankfurt

Durch die Regulierung sind Geldhäuser gezwungen, schlecht verzinste Anleihen zu behalten.

FrankfurtDer Aufschrei war groß vor sieben Monaten, damals, im Juni 2014. Um die Kreditvergabe in Europa endlich anzukurbeln, wagte sich die Europäische Zentralbank (EZB) auf unbekanntes Terrain vor: Erstmals in der Geschichte senkte sie den Einlagezins fürs Geldparken ins Negative.

Banken bekamen nun kein Geld mehr für Einlagen bei der EZB, sie mussten dafür zahlen. Die Welt der Finanzen stand erstmals kopf. Der Chef der Bank der Notenbanken (BIZ), Jaime Caruana, warnte, die Folgen seien „alles andere als klar“. Schließlich basiere die gesamte Architektur des Finanzmarkts darauf, dass Sparer einen Lohn bekommen und Schuldner eine Gebühr bezahlen.

Doch dieser...

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