Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

12.07.2017

16:48 Uhr

Gastbeitrag des BDI-Geschäftsführers Joachim Lang

Alle tragen die Verantwortung für Europa

VonJoachim Lang

PremiumEin starkes Europa gibt es nicht zum Nulltarif. Wir müssen die EU mutig weiterdenken – und für alle Bürgerinnen und Bürger konkret erfahrbar machen. Das geht am besten über wirtschaftliche Erfolge. Ein Gastbeitrag.

Joachim Lang ist BDI-Hauptgeschäftsführer. Sie erreichen ihn unter: gastautor@handelsblatt.com.

Der Autor

Joachim Lang ist BDI-Hauptgeschäftsführer. Sie erreichen ihn unter: gastautor@handelsblatt.com.

Noch vor einem Jahr haben nicht wenige die Staatengemeinschaft vor dem Abgrund gesehen. Doch bekanntlich drehte sich die Stimmung: Im Angesicht von Brexit und nationalistischen Tönen aus den USA wächst die Zustimmung wieder. Und auf den Brexit folgte kein Nexit oder gar ein Frexit: Wählerinnen und Wähler in den Niederlanden und in Frankreich haben sich gegen den Rückzug ins Nationale entschieden. Auch hierzulande verlieren die europafeindlichen Parteien an Rückhalt.

Für die deutsche Industrie ist dieser öffentliche Sinneswandel ein Grund zur Erleichterung. Denn unser Erfolg baut auf die EU, unsere Unternehmen sind in ganz Europa zu Hause. Gut 40 Prozent unserer...

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Frau Edelgard Kah

13.07.2017, 15:35 Uhr

Was möchte Herr Lang eigentlich? Natürlich weiterhin gute Geschäfte mit den EU-Ländern. Und natürlich Reformen unter der Überschrift "Alles Gute, alles Liebe, alles Schöne".

Wie wäre es mit einem Schuß Realismus? Vielleicht sollte Herr Lang einfach zur Kenntnis nehmen, dass sich die Briten für einen EU-Austritt entschieden haben. Dass es in vielen Ländern europafeindliche Parteien gibt, die wie die Briten ohne EU auskommen wollen. Dass der Nationalismus fast überall auf dem Vormarsch ist, nicht nur bei unseren östlichen Nachbarn. Dass beim Thema "Aufnahme von Flüchtlingen" sichtbar geworden ist, dass es in dieser Gemeinschaft nur in ganz wenigen Ländern Solidarität gibt.

Nichts gegen Herrn Macron. Aber vielleicht sollten wir einfach einmal abwarten. Abwarten, ob er tatsächlich in der Lage ist, im eigenen Land die dringend notwendigen Reformen durchzusetzen. Auch nichts gegen eine Stärkung der Achse Berlin - Paris. Aber niemand sollte ernsthaft glauben, dass einige deutsch-französische Gemeinschaftsprojekte die Welt von Grund auf verändern. Dass deshalb zwei Dutzend europäische Regierungen sich plötzlich veranlasst sehen, dem Nationalismus abzuschwören und mehr europäischen Gemeinsinn aufzubringen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×