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31.07.2017

12:58 Uhr

Gastbeitrag von Andreas Barthelmess über die FDP

Raus aus der Beta-Phase

VonAndreas Barthelmess

PremiumDas Comeback der FDP ist sehr vielversprechend: Mit Christian Lindner erscheint die Idee des Liberalen wiederbelebt, endlich lässt die Partei die Klientelpolitik hinter sich. Jetzt muss sie ihre Chance nutzen. Ein Gastbeitrag.

Andreas Barthelmess ist Mitglied des Club of Rome und Gründer des Thinktanks 30. Er ist Start-up-Unternehmer und Berater. Sie erreichen ihn unter: gastautor@handelsblatt.com Andreas Barthelmess [M]

Der Autor

Andreas Barthelmess ist Mitglied des Club of Rome und Gründer des Thinktanks 30. Er ist Start-up-Unternehmer und Berater. Sie erreichen ihn unter: gastautor@handelsblatt.com

Die Menschen lieben Comebacks. Wer sich nach einer Niederlage zurückkämpft in den Ring, hat Demut und Zähigkeit bewiesen. So auch die FDP. Sie ist der Rocky Balboa der deutschen Politik. Die FDP strahlt Optimismus aus. Union und AfD hingegen fürchten um die innere Sicherheit, Grüne und Linke um die Verteilungsgerechtigkeit, die SPD um beides. Die zuversichtlich-progressive Mitte war unbesetzt. Christian Lindner hat das erkannt und seine Bestandsaufnahme des „Was läuft schief?“ um die Hoffnungsnarrative des Jahres 2017 ergänzt.

Vorbei sind die Zeiten von Perlenohrringen und Burberry-Schals, die die emotionslose Miene der Kinkel-Gerhardt-FDP schmückten und den Charme eines Notariats...

Kommentare (2)

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Herr Günter Meyer

31.07.2017, 16:48 Uhr

Nach wie vor gilt: "FDP ist Klientelpartei"
Das blumige Bla Bla des Schreibers:" den Weg zeigen zwischen der Skylla einer pseudo-überparteilichen, präsidialen Kanzler-Mutti und der Charybdis eines zum Klassenkämpfer umgeschminkten Brüsseler Technokraten. " täuscht nicht darüber hinweg, das der Frauenliebling C. Lindner nach wie vor eine Klientelpartei anführt.
Wesentliches Ziel der FDP ist wieder die Besetzung möglichst vieler Posten und Pöstchen um die eigenen Leute zufriedenzustellen.
Haupsache Mit regieren (siehe NRW) alles andere ist egal.

Frau Edelgard Kah

31.07.2017, 17:12 Uhr

Sehr geehrter Herr Barthelmess,

wie bei anderen Parteien auch, dürften nur die wenigsten FDP-Symphatisanten das Parteiprogramm lesen. Nach meiner Einschätzung versprechen sich die meisten Sympathisanten, dass der fortwährende Ausbau des Sozialstaates gestoppt wird und die Leistungsorientierung und die Zukunftsvorsorge einen höheren Stellenwert erhalten.

Im übrigen: "Klientelpartei" ist ein politischer Kampfbegriff, den man auf alle Parteien anwenden könnte. Jede Partei vertritt die Interessen bestimmter Bevölkerungsgruppen, aber im Notfall sollte sie sich auch für die Not anderer Wählergruppen öffnen. Also beispielsweise auch ein Herz für die Schlecker-Frauen haben, die nach vielen Jahren der Ausbeutung und in hohem Alter arbeitslos wurden.

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