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21.06.2017

11:26 Uhr

Gastbeitrag zur deutsch-amerikanischen Beziehung

Transatlantische Mengenlehre

VonEberhard Sasse

PremiumDonald Trump ist nicht Amerika. Die Beziehungen zu den USA infrage zu stellen und sich dem nächstbesten Partner an die Brust zu werfen, ist der falsche Weg. Uns verbindet mehr als der Handel. Ein Gastbeitrag.

Eberhard Sasse ist Unternehmer und IHK-Präsident für München und Oberbayern.

Der Autor

Eberhard Sasse ist Unternehmer und IHK-Präsident für München und Oberbayern.

Was haben wir uns vor 50 Jahren die Köpfe heißgeredet über den Sinn und Unsinn eines Unterrichtskonzepts namens „Mengenlehre“. Die einen sahen darin einen Gipfelpunkt kindgerechter Pädagogik, die anderen den Untergang des mathematischen Abendlands. Einige Schüler- und Elterngenerationen später befinden wir uns in einem Zustand, an dem sich der Unterschied zwischen Teilmenge, Schnittmenge und Restmenge höchst anschaulich erklären lässt: Donald Trump ist eine – sehr kleine – Teilmenge von „den Amerikanern“. Das, was „die Europäer“ und „die Amerikaner“ verbindet, ist eine – ziemlich große – Schnittmenge. Und das, was außerhalb des Verbindenden liegt, ist – noch immer – eine ziemlich...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

21.06.2017, 16:26 Uhr

Sehr geehrter Herr Sasse,

Ihr Ausflug in die Geschichte in allen Ehren. Wir leben jedoch im Jahr 2017 und müssen uns den heutigen Herausforderungen stellen.

Was halten Sie eigentlich von einer westlichen Führungsmacht, die einen starken Hang zum Protektionismus hat? Die Ihre Verbündeten wie Lakaien behandelt und deren Interessen mit Füßen tritt? Die im Rahmen der NATO über ihre Bündnistreue kein Wort verliert, aber ihre Partner wegen unzureichender Wehretats unflätig beschimpft?

Halten Sie es auch für unverantwortlich, wenn der amerikanische Präsident in dem Kampf um die Vorherrschaft im Nahen Osten die Saudis mit riesigen Waffenlieferungen aufrüstet und gegen den Iran eine drohende Haltung einnimmt? Und deuten Sie die Haßliebe des amerikanischen Präsidenten zu Moskau für ein weiteres Zeichen seiner Unberechenbarkeit?

Alles nicht so schlimm? Oder stimmen Sie der Bundeskanzlerin zu, die fordert, dass wir unser Schicksal in die eigene Hand nehmen? Uns wenigstens ein Stück weit von den USA abnabeln.

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