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13.08.2017

09:14 Uhr

Gastbeitrag zur Unternehmensführung

Eine Frage der gelebten Ethik

PremiumDieselgate legt ein generelles Führungsproblem bei modernen Unternehmen offen, fürchtet Wirtschaftsethiker Christian Conrad. Es gibt zu viele falsche Anreize für Manager, Erfolg über alles zu setzen. Ein Gastbeitrag.

Christian Conrad lehrt Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsethik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes. Er war vorher Senior Key Account Manager bei einer deutschen Großbank und hat zahlreiche Bücher zur Wirtschaftsethik veröffentlicht. Sie erreichen ihn unter: gastautor@handelsblatt.com HTW Saar [M]

Der Autor

Christian Conrad lehrt Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsethik an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes. Er war vorher Senior Key Account Manager bei einer deutschen Großbank und hat zahlreiche Bücher zur Wirtschaftsethik veröffentlicht. Sie erreichen ihn unter: gastautor@handelsblatt.com

Das Beispiel von VW zeigt die Bedeutung der Managerethik für den langfristigen Unternehmenserfolg. Wie bei der Deutschen Bank wird deutlich, dass sich unethisches Verhalten nur kurzfristig auszahlt.

Grund für derartige Unternehmenspolitik können falsche Anreize sein: Durch eine hohe, am kurzfristigen Erfolg ausgerichtete variable Entlohnung wird die Risikofreudigkeit der Manager gefördert. Kommt es später zu Verlusten, trägt diese dann das Unternehmen. Eine risikoadäquate, ausgewogene und langfristig ausgerichtete Entlohnung ist somit wichtig, um Verzerrungen bei den Entscheidungsanreizen zu vermeiden.

Dies war bei den von den Skandalen betroffenen Unternehmen nicht der Fall. Im Gegenteil, auch eine strafrechtliche Verfolgung der Manager findet in der...

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