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08.06.2017

12:22 Uhr

Gertrud Höhler über Europas Wendepunkt

Die Kanzlerin und das Beutestück aus den USA

VonGertrud Höhler

PremiumAngela Merkel will eine neue EU mit klar deutscher Handschrift. Auf die USA könne man sich nicht mehr verlassen. Doch so einfach wird die Gleichung „Mehr Europa durch weniger USA“ nicht aufgehen. Ein Gastbeitrag.

Getrud Höhler ist Unternehmensberaterin. Nächste Woche erscheint ihr neues Buch „Demokratie im Sinkflug“.

Die Autorin

Getrud Höhler ist Unternehmensberaterin. Nächste Woche erscheint ihr neues Buch „Demokratie im Sinkflug“.

Die Versuchung ist unwiderstehlich. Der neue Machtanspruch der EU-Gipfelstürmer trifft Freunde und Retter der ersten Stunde, die einst dem verwüsteten Kontinent Europa mit ihrem Sendungsbewusstsein halfen, wieder friedensfähig zu werden: die Vereinigten Staaten von Amerika. Die Versuchung ist mächtig in der EU, die weltpolitische Alleinstellung der USA wie ein Beutestück nach Europa zu holen, seit die deutsche Kanzlerin eine neue Wendemarke für die Weltordnung verkündet hat: Die Europäer müssten nun „ihr Schicksal in die eigene Hand nehmen“. Die deutsche „Hand“-Schrift soll auch das nächste EU-Kapitel prägen.

Anlass für diese kühne Perspektive ist die Lernkurve eines Dilettanten, den das amerikanische Wahlsystem...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

08.06.2017, 16:55 Uhr

Sehr geehrte Frau höhler,

Ihr Artikel ist so abgehoben, dass ich ihn über weite Strecken nicht verstehe. Vielleicht können wir uns dennoch mit einfachen Worten und emotionsfrei unterhalten.

Wahrscheinlich stimmen Sie zu, dass die USA politisch, wirtschaftlich und militärisch eine Weltmacht sind. Unbestreitbar ist wohl auch, dass sie unter den westlichen Demokratien und innerhalb des Militärbündnis Nato jahrzehntelang eine Führungsrolle inne hatten. Aber "Führungsrolle" bedeutet keinesfalls, dass man wie Donald Trump seine Freunde und Bündnispartner wie Lakaien behandelt und deren Interessen mit Füßen tritt.

Die europäischen Länder haben überhaupt keine Wahl. Sie müssen ihre eigenen Interessen formulieren, bündeln und mit Entschlossenheit und Festigkeit vertreten. Auch gegenüber Donald Trump. Auch wenn damit Nachteile verbunden sind.

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