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19.07.2017

06:00 Uhr

Kolumne von Rolf Dobelli – Die Kunst des guten Lebens

Macht Geld glücklich?

VonRolf Dobelli

Premium50.000, 100.000 oder eine Million Euro – ab welchem Jahreseinkommen hat zusätzliches Geld keinen Einfluss mehr auf das Glücksempfinden? Die Forschung liefert dazu eine klare Antwort: Reichtum ist relativ.

Was macht ein gutes Leben aus? Ralf Dobelli

Der Schweizer Unternehmer und Schriftsteller Rolf Dobelli

Was macht ein gutes Leben aus?

Die Sonne brennt auf Ihren Rücken, und über dem Sand zittert die Luft wie flüssiges Glas. Ihr Gaumen fühlt sich an wie Schmirgelpapier. Vor zwei Tagen haben Sie den letzten Tropfen Wasser getrunken. Seither kriechen Sie in Richtung einer Oase, die Sie am Horizont sehen. Wie viel würden Sie jetzt für einen Liter Wasser bezahlen?

Nehmen wir an, Sie haben das Wasser bezahlt und bekommen. Nachdem Sie Ihren schlimmsten Durst gestillt haben: Wie viel würden Sie für den nächsten und dann für den dritten Liter bezahlen?

Falls Sie nicht ein mit übermenschlicher Leidensfähigkeit ausgestatteter Fakir sind, würden Sie für den...

Kommentare (2)

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Frau Edelgard Kah

19.07.2017, 11:30 Uhr

Sehr geehrter Herr Dobelli,

Sie haben sehr viele gute Gedanken. Aber der mit Abstand alles Überragende Punkt fehlt. Zu Ihrem Verständnis gehe ich in Gedanken zurück in die Welt von Karl Marx. In seinen Augen standen den "Kapitalisten" (Besitzer der Produktionsmittel) besitzlose "Proletarier" gegenüber, die ähnlich wie Tagelöhner ihre Arbeitskraft verkauften. Kennzeichen dieser Proletarier waren ihre Armut, aber auch ihre Abhängigkeit.

Heute ist Armut zu einer seltenen Ausnahmeerscheinung geworden. Weite Teile der Arbeitnehmer genießen einen Wohlstand. Aber die Abhängigkeit vom Arbeitgeber ist geblieben. Wenn die Konjunktur stottert, wenn die Firma umstrukturiert, wenn ein neuer Chef kommt und bei vielen anderen Gelegenheiten, die Furcht um den Arbeitsplatz ist stets präsent. Klappe halten und den Chef liebedienerisch umgarnen, heißt die Devise. Mit persönlicher Freiheit hat das nichts zu tun.

Freiheit ist, wenn ich ein höheres Vermögen habe, von dessen Erträgen ich im Zweifelsfalle gut leben könnte. Wenn ich Vermögenserträge habe, die ich vielleicht mein ganzes Leben lang nie anrühre, die mich aber von jeder Form von Knechtschaft schützen.

Herr Lothar Bitschnau

19.07.2017, 11:50 Uhr

Eine ganz kurze These:
Geld ist auch Macht.
Macht ist die Möglichkeit zu wählen.
Wählen können ist Freiheit.
... vielleicht eine Motivation für manche Reiche.

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