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09.10.2017

15:53 Uhr

Expertenrat – Constanze Hintze

Und sie rechnet sich doch!

VonConstanze Hintze

PremiumMit einem neuen Gesetz will die Regierung die Betriebsrente fördern. Kritiker bemängeln, dass dadurch die gesetzliche Rente geschwächt wird. Das stimmt. Doch Anleger sollten sich davon nicht beirren lassen.

Bei der Altersvorsorge gilt dasselbe wie für andere Anlagen: Diversifikation. dpa

Demonstration für Betriebsrente

Bei der Altersvorsorge gilt dasselbe wie für andere Anlagen: Diversifikation.

Der umsichtige und gut informierte Anleger weiß: Altersvorsorge ist ein immerwährendes Thema. Niemand sollte die Hoffnung haben, dass allein mit der gesetzlichen Rente der Lebensstandard im Alter gehalten werden kann. Das war früher schon so, gilt aber heute umso mehr. Dank längerer Rentenbezugszeiten, einer steigenden Anzahl von Rentenbeziehern – Stichwort „Babyboomer“ – und Rentengeschenken wie der Mütterrente hat das Umlageverfahren sein Leistungsvermögen ausgeschöpft. Wer sich im Alter nicht einschränken möchte, muss zusätzlich vorsorgen. Die betriebliche Altersvorsorge gehört ebenso dazu wie eine globale Aktienstrategie, denn die Grenze zwischen Vermögensanlage und Altersvorsorge hat sich längst aufgelöst.

Mit dem neuen Betriebsrentenstärkungsgesetz hat der...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

11.10.2017, 14:36 Uhr

Sehr geehrte Frau Hintze,

nicht dass ich Ihnen widersprechen möchte. Aber es gibt eben Gesichtspunkte, die Sie ausblenden.

Als Beispiel darf ich daran erinnern, dass vor einigen Jahren der Gesetzgeber urplötzlich die Steuerfreiheit von Lebensversicherungen usw. zwar nicht aufhob, aber die Auszahlungen mit Beiträgen zur Krankenkassenbeiträgen belegte. Wir lernen daraus, dass der Gesetzgeber in seinen Entscheidungen völlig frei ist.

Beim Ansparen auf unsere Altersversorgung können wir beim besten Willen nicht ahnen, welche politischen Tendenzen sich in 30 oder 40 Jahren durchsetzen werden. Ob es dann überhaupt noch eine beitragsabhängige Rente oder aber einen einheitlichen Versorgungsbetrag geben wird, können wir beim besten nicht voraussagen.

Und die Schlußfolgerung? Für mich besteht sie darin, im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten alle sozialen Sicherungssysteme zu meiden. Ob Alters-, Betriebs-, Riester- oder Rürup-Rente, alle diese Konstrukte können von den Parlamentariern mit einem Federstrich bis zur Unkenntlichkeit verändert werden. Einen deutlich besseren Schutz bietet nur Privateigentum. Natürlich kann auch eine eigene Wohnung, ein Bankkonto oder ein Wertpapierdepot vergesellschaftet werden. Aber das ist ungleich schwieriger als bei der Rente.

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