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24.07.2017

13:51 Uhr

Expertenrat – Klaus Kaldemorgen

Würgt der Diesel den Aufschwung ab?

VonKlaus Kaldemorgen

PremiumDie deutsche Wirtschaft strotzt nur so vor Kraft – das zeigt sich auch an den Kursgewinnen des Dax in diesem Jahr. Doch nun wird die Autoindustrie, eins der wichtigsten Standbeine, zur Bedrohung.

In der Autobranche herrscht dicke Luft. dpa

Auspuff eines Diesel-Pkw

In der Autobranche herrscht dicke Luft.

Die deutsche Wirtschaft scheint vor Kraft kaum Laufen zu können. Zumindest auf den ersten Blick: Laut einer Bloomberg-Umfrage wird für 2017 ein Wachstum von 1,9 Prozent erwartet, Ende 2016 lagen die Schätzungen noch bei 1,3 Prozent. Ein günstiger Wechselkurs lässt den Export brummen. Die Arbeitslosenquote liegt auf dem niedrigsten Stand seit 25 Jahren. Rückenwind auch im europäischen Kontext. Reformpräsident Emmanuel Macron könnte die französische Wirtschaft beleben und damit als wichtiger Handelspartner auch Deutschland einen zusätzlichen Konjunkturimpuls verleihen. Die Börse ist verzückt und feiert die guten Nachrichten mit Kursgewinnen von über acht Prozent seit Jahresanfang. Über die vergangenen fünf Jahre hat...

Kommentare (2)

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Frau Edelgard Kah

24.07.2017, 14:32 Uhr

Sehr geehrter Herr Kaldemorgen,

welche Fahrzeuge gekauft oder verschmäht werden, bestimmen weltweit die Kunden. Wir nennen das "Konsumentensouveränität". Dass es für Elektroautos trotz staatlicher Förderung kaum Nachfrage gibt, haben Sie selbst angesprochen. Angesprochen haben Sie auch das Hindernis "fehlende Ladestruktur".

Dabei geht es nicht allein darum, dass man auf langen Fernfahrten seine Batterien unterwegs wieder aufladen kann. Auch nach der täglichen Fahrt zur Arbeit oder nach einem kleinen Ausflug müssen die Batterien wieder aufgeladen werden. In meiner Heimatstadt mit 600 000 Einwohnern gibt es dazu rund ein Dutzend öffentliche Ladestationen. Weitere Ladestationen mag es vielleicht in privaten Garagen geben. Aber bislang habe ich auf meinen Spaziergängen keine einzige entdeckt.

Ich glaube deshalb, dass wir noch lange Zeit auf Verbrennungsmotoren angewiesen sind und sich die Elektromobilität nur sehr langsam ausbreitet.

Herr Georg Strömer

27.07.2017, 08:42 Uhr

Es geht doch nicht darum, zu listen, was wir noch nicht haben, sondern darum, zu organisieren, was wir brauchen! In wenigen Jahren wird in Deutschland nichts mehr produziert, was ertrag bringt und auch gekauft wird, wenn es so weiter geht.

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