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20.06.2017

05:58 Uhr

Expertenrat – Katharina Nocun

Kein „Like“ für das Facebook-Gesetz

VonKatharina Nocun

PremiumBei Maas' Facebook-Gesetz empfiehlt sich nur eins: löschen. Es gibt Gründe, warum Gerichte und nicht Firmen über die Meinungsfreiheit entscheiden. Auf keinen Fall sollte der Staat die Amerikaner zum Hilfssheriff machen.

Wäre Facebook ein Staat, er hätte keinen öffentlichen Raum. AP

Privatgrundstück im Netz

Wäre Facebook ein Staat, er hätte keinen öffentlichen Raum.

Mit Hass im Netz kenne ich mich aus. Meine digitalen Postfächer sind voll davon. Von liebevollen Photoshop-Kreationen mit einem erigierten Penis bis hin zu Hinweisen, „Kameraden“ würden mir vor meiner Haustür auflauern, und einem psychisch verwirrten Stalker ist alles dabei. Das geplante Netzwerkdurchsetzungsgesetz ist für mich trotzdem eine bittere Pille. Denn die damit drohenden Risiken und Nebenwirkungen übersteigen das diskutierte Problem um Längen.

Wäre Facebook ein Staat, die Einwohnerzahl wäre gigantisch. 30 Millionen Nutzer melden sich in Deutschland mindestens einmal im Monat an. Weltweit sind es 1,9 Milliarden User. Seien wir mal ehrlich: Das „Netzwerkdurchsetzungsgesetz“ ist vielmehr ein „Facebook-Gesetz“. Denn...

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