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13.10.2017

10:55 Uhr

Absicherung der Finanzmärkte

Die große Illusion

VonDaniel Schäfer

PremiumEinmal mehr hat der IWF vor gestiegenen Risiken an den Finanzmärkten gewarnt – und fordert die Regierungen zu Reformen auf. Doch mit mehr Regulierung allein ist die nächste Finanzkrise nicht zu verhindern. Ein Kommentar.

Droht der Welt eine neue Vertrauenskrise? dpa

Sitz des Internationalen Währungsfonds in Washington

Droht der Welt eine neue Vertrauenskrise?

Es ist das wohlbekannte Muster: Einmal im Jahr warnt der Internationale Währungsfonds vor gestiegenen Risiken an den globalen Finanzmärkten. Mit großer Liebe zum Detail analysieren die IWF-Ökonomen die weltweiten Geldströme – und deuten mit mahnendem Zeigefinger auf exorbitante Schuldenstände, überhöhte Bewertungen und die Sorglosigkeit der Anleger. Auch der Auslöser dieser Zustände wird zutreffend beschrieben: die ultralockere Geldpolitik der Notenbanken.

Eine exzellente Analyse des Status quo. Doch die Schlussfolgerungen besagter Ökonomen aus diesem kristallklaren Befund sind geradezu bizarr: Auf die Warnungen folgt nämlich stets die Aufforderung an die Notenbanken, an ihrer ultralockeren Geldpolitik bloß nichts zu verändern. Dass sie so das...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

13.10.2017, 13:49 Uhr

Sehr geehrter Herr Schäfer,

ein sehr kluger Artikel, dem eigentlich nichts hinzuzufügen ist. Außer vielleicht, dass das Problem gigantischer Verschuldungs- und Vermögensblasen ohne einen crash an den Finanzmärkten und ohne eine schwere ReZession nicht lösbar ist. Natürlich gibt es niemand, der dafür die Verantwortung übernehmen wollte. Darum packt man das Problem gar nicht erst an und tröstet sich damit, dass bis jetzt ja alles gut gegangen ist.

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