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01.06.2017

13:27 Uhr

Analyse zur Verteidigungspolitik

Europa braucht höhere Wehretats

VonDonata Riedel

PremiumGerade wenn man die USA nicht mehr als verlässlichen Partner sieht, muss das eine Konsequenz haben: Die Europäer müssen sich untereinander zur Seite stehen. Und dafür auch mehr Geld für Rüstung ausgeben. Eine Analyse.

1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung - als Zwischenziel. Reuters

A400M-Transportflugzeug

1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Verteidigung - als Zwischenziel.

Für wenige Aussagen hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) so viel Zustimmung bekommen wie für ihre Ankündigung eines eigenständigeren Europas nach den Auftritten des US-Präsidenten Donald Trump auf dem Nato- und dem G7-Gipfel. Fast 80 Prozent der Deutschen sind für eine vertiefte Zusammenarbeit in der EU. Vor allem eine gemeinsame Verteidigungs- und Sicherheitspolitik erzielt - bereits seit dem Brexit-Votum der Briten - hohe Zustimmungswerte. Jedoch die Konsequenz daraus, dass ohne das Sich-verlassen-Können auf Amerikaner und Briten die kontinentaleuropäischen Armeen stärker werden müssen, mag kaum jemand in Deutschland ziehen. Mit Merkels Ansage, sich von Trumps USA zu emanzipieren, passt das schlecht...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

01.06.2017, 16:21 Uhr

Sehr geehrte Frau Riedel,

reden wir einmal über Populismus. Es gibt ihn nicht nur am rechten Rand des politischen Spektrums, er hat nicht nur die Gestalt des Nationalismus.

Wir haben auch die SPD, die in Wahlkampfzeiten die Wähler liebedienerisch umgarnt. Ihnen sagt, dass die Russen und alle übrigen Nationen uns wohlgesonnen sind. Dass die Steuermittel nicht in den Wehretat fließen, sondern zu sozialen Wohltaten verwendet werden sollen.

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