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11.05.2017

12:43 Uhr

Dax-Rekordjagd

Es ist kaum noch Luft nach oben

VonAnke Rezmer

PremiumBefreit von der Last eines drohenden Rechtsrucks in Europa eilte der deutsche Börsenleitindex zuletzt von Rekord zu Rekord. Viele Banken haben bereits ihre Jahresprognose angehoben. Doch auf den Dax lauern neue Gefahren – diesmal von der EZB. Eine Analyse.

Für gewöhnlich reagieren die auf die Zukunft wettenden Investoren an den Börsen sofort auf Ankündigungen der Geldpolitiker. dpa

EZB in Frankfurt am Main

Für gewöhnlich reagieren die auf die Zukunft wettenden Investoren an den Börsen sofort auf Ankündigungen der Geldpolitiker.

Hoch, höher, Dax – befreit von der politischen Last eines drohenden Rechtsrucks in Europa kletterte das deutsche Börsenleitbarometer in den vergangenen Wochen von Rekord zu Rekord. Seit Jahresbeginn schaffte der Index der 30 größten börsennotierten Unternehmen im Land ein Plus von elf Prozent bis auf ein Niveau von 12.783 Punkten. In den vergangenen zwölf Monaten stieg der Dax sogar gut ein Viertel. Angesichts schwindender Sorgen um die Politik in Europa und einer erstarkenden Konjunktur haben zahlreiche Banken ihre Prognosen 2017 schon um rund 1.000 Punkte angehoben. Die größten Optimisten sehen den Leitindex am Jahresende bei 13.500 Zählern.

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

11.05.2017, 16:13 Uhr

Sehr geehrte Frau Rezmer,

niemand bestreitet, dass die Entwicklung des Aktienmarktes von sehr vielen Faktoren abhängt. Insofern haben auch Sie einige Goldkörner gefunden.

Die Sentiment-Umfragen sagen uns, dass die deutschen Anleger seit geraumer Zeit sehr vorsichtig sind. Alle paar Tage neue Allzeithochs, lassen den DAX in den Augen deutscher Anleger rekordverdächtig teuer erscheinen. Viele deutsche Anleger haben deshalb Teilverkäufe getätigt (Gewinnmitnahmen) oder ihr Depot mit Derivaten abgesichert. Als Fazit bleibt festzuhalten: Es sind ganz sicher keine deutschen Anleger, die den DAX von Hoch zu hoch treiben.

Aus der Sicht amerikanischer Anleger sieht die Welt völlig anders aus. Die amerikanischen Aktienindices sind ihren europäischen Pendants weit vorausgeeilt. So notiert beispielsweise der S&P 500 bei einem KGV von 18, der DAX nur bei 14. In den Augen vieler amerikanischer Anleger ist es deshalb sehr attraktiv, Teile des Aktienvernögens in europäische Werte umzuschichten.

In der heutigen Ausgabe Ihres Blattes befasst sich Markus Koch sehr intensiv mit diesem Thema. Sein Beitrag ist überschrieben mit "Die Wall Street packt die Geldkoffer - und zielt auf Europa". Wenn dem so ist, sind viele Themen schlicht bedeutungslos weil es einen Einflußfaktor gibt, der alle anderen Faktoren in den Schatten stellt.

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