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29.05.2017

12:12 Uhr

Der Chefökonom über deutsche Exportüberschüsse

Die Teilschuld der Verteidiger

VonBert Rürup

PremiumSeit Jahren führt Deutschland mehr Waren aus als ein – und wird dafür heftig kritisiert, allen voran von US-Präsident Trump. Anders als Schäuble behauptet sind die Ursachen dafür auch politischer Natur. Eine Analyse.

Bert Rürup ist Chefökonom des Handelsblatt und Präsident des Handelsblatt Research Institute. Ab dem Jahr 2000 war Rürup Mitglied und von 2005 bis 2009 Vorsitzender des Sachverständigenrates.

Der Autor

Bert Rürup ist Chefökonom des Handelsblatt und Präsident des Handelsblatt Research Institute. Ab dem Jahr 2000 war Rürup Mitglied und von 2005 bis 2009 Vorsitzender des Sachverständigenrates.


Schon im römischen Recht galt: Judex non calculat. Ein gerechtes Urteil kann nicht durch das Abzählen der von den streitenden Parteien vorgebrachten Argumente gefunden werden, sondern nur durch deren inhaltliche Abwägung. Heute wird Juristen nachgesagt, oft nicht alle Argumente mit gleicher Sorgfalt zu würdigen. Studiert man das Positionspapier der Juristen Brigitte Zypries und Wolfgang Schäuble zur Verteidigung des hohen deutschen Leistungsbilanzüberschusses, verfestigt sich dieser Eindruck.

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

29.05.2017, 15:28 Uhr

Wenn ich Herrn Rürup nur verstehen könnte. Erst behauptet er, es gäbe einen "zentralen Vorwurf" des Auslandes, von dem ich bislang noch nie gehört habe. Im Mittelpunkt der Kritik ausländischer Politiker steht angeblich Schäubles Streben nach der Schwarzen Null im Haushalt. Aber ein paar Zeilen weiter ist dann zu lesen, dass der angeblich scharf attackierte Haushaltsüberschuß nur magere 10 % des deutschen Leistungsbilanzüberschusses ausmacht.

Unbestreitbar ist, dass die Hauptursache des deutschen Leistungsbilanzüberschusses die hohe Wettbewerbsfähigkeit deutscher Firmen ist. Als Gegenmittel könnte man natürlich die Löhne oder die Unternehmenssteuern kräftig erhöhen. Mag sein, dass der Leistungsbilanzüberschuß dann verschwindet. Aber mit ihm gleichzeitig 3 1/2 Millionen Arbeitsplätze.

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