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27.07.2017

11:50 Uhr

Die Autobranche und die Politik

Das Ende einer Freundschaft

VonKlaus Stratmann

PremiumDie Autokonzerne haben nicht nur sich in eine unkomfortable Situation manövriert. Auch die Bundesregierung wird in den Strudel hineingezogen. Ereilt Daimler, BMW und VW das Schicksal der Energiebranche? Ein Kommentar.

Verliert die Bundesregierung die Freude an den Konzernen? AP

Angela Merkel mit Automanagern

Verliert die Bundesregierung die Freude an den Konzernen?

Für eine Symbiose zwischen verschiedenen Arten ist charakteristisch, dass beide Seiten von ihr profitieren. Was in der Biologie stimmt, gilt auch für das symbiotische Verhältnis zwischen der deutschen Automobilindustrie und der Politik. Bisher jedenfalls. Das ändert sich gerade.

Die Automobilindustrie leistet stattliche Beiträge zum Bruttoinlandsprodukt, schafft Jobs, beschert dem Staat Steuereinnahmen und trägt erheblich zum internationalen Renommee der Exportnation Deutschland bei

Insofern profitiert die Politik von der Branche. Die Wertschätzung, die die Autobauer deshalb in der Politik genießen, bringt den Unternehmen handfeste Vorteile: Wenn es um Fragen der Regulierung, um die Überprüfung von Grenzwerten, um das Tempolimit auf deutschen Autobahnen,...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

27.07.2017, 16:39 Uhr

Sehr geehrter Herr Stratmann,

als Vorzug eines Produktionsstandortes wird immer wieder "Rechtssicherheit" genannt. Was kann damit gemeint sein? Vielleicht, dass unsere Politiker über Nacht die Abschaltung der Atomkraftwerke und die Förderung erneuerbarer Energien beschliessen? Muß man sich für diese Art von Rechtssicherheit bedanken?

Doch zur Autoindustrie. Nehmen Sie als Beispiel die Daimler Benz AG. Die Firma ist ein wirtschaftlicher Riese, sie beschäftigt zahlreiche Zulieferer, zahlt Löhne, Steuern, Sozialabgaben, usw. Ganz Baden-Württemberg lebt direkt oder indirekt von dieser Firma. Geht sie pleite, fehlen Herrn Kretschmann die Mittel, seine Staatskanzlei zu heizen. Deshalb brauchen wir über Abhängigkeiten nicht weiter zu diskutieren: Politik und Wirtschaft sind gegenseitig von einander abhängig, sie sitzen in einem Boot. Und sollten sich gegenseitig unterstützen.

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