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18.05.2017

13:03 Uhr

Diskussion über Schutzzölle

Die Stahlindustrie braucht keinen Staat

VonMartin Wocher

PremiumUm die darbende deutschen Stahlbranche gegen Angriffe aus China und Co. schützen, sind im politischen Umfeld Schutzzölle im Gespräch. Doch das ist der falsche Weg: Die Branche muss sich selbst helfen. Eine Analyse.

In der Stahlproduktion lässt sich die Produktivität noch deutlich heben. dpa - picture alliance

Hochofen bei Thyssen-Krupp in Duisburg

In der Stahlproduktion lässt sich die Produktivität noch deutlich heben.

DüsseldorfWahlkampfzeiten sind gute Zeiten für bedrängte Unternehmen, bevorzugt große Konzerne. Politiker machen sich dann allzu gern und schnell die Argumente der Notleidenden zu eigen. Schließlich geht es um Tausende potenzieller Wähler, die als Mitarbeiter oder Angehörige um den Bestand der Arbeitsplätze fürchten. Wenn die Firmen dann noch in der Lage sind, ihre Beschäftigten für die Straße zu mobilisieren, um Druck auszuüben, löst das geradezu einen politischen Kümmerreflex aus.

So sind auch die jüngsten Äußerungen von Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries zu verstehen, die eine Schieflage auf den Weltstahlmärkten beklagt und einen fairen Zugang zu den internationalen Märkten und faire Wettbewerbsbedingungen anmahnt....

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