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30.05.2017

16:59 Uhr

Kommentar zu Genossenschaftsbanken

Erfolg mit kleinen Fehlern

VonMichael Maisch

PremiumDer Aufstieg der Volksbanken ist beeindruckend. Deren Gewinne lassen die Frankfurter Großbanken vor Neid erblassen. Aber nicht alle Bedürfnisse der heimischen Wirtschaft können die Genossen erfüllen. Ein Kommentar.

„Hilfe zur Selbsthilfe“. dpa

Sitz der DZ Bank in Frankfurt

„Hilfe zur Selbsthilfe“.

Es waren hehre Ideale, mit denen sich die Gründerväter des deutschen Genossenschaftswesens im 19. Jahrhundert an die Arbeit machten. Friedrich Wilhelm Raiffeisen und Hermann Schulze-Delitzsch sind sich persönlich zwar nie begegnet und hatten teilweise sehr unterschiedliche Vorstellungen, wenn es um die konkrete Ausgestaltung ihrer Genossenschaften ging. Aber das entscheidende Prinzip war das gleiche: „Hilfe zur Selbsthilfe“ wollten die beiden Sozialreformer organisieren. Am Ende ging es darum, sicherzustellen, dass sich kleine Handwerker und Kaufleute unabhängig von staatlicher Subvention gegenüber großen Unternehmen behaupten konnten.

Dass die Idee einer selbstverwalteten Bankengruppe, die ihren Mitgliedern gehört, auch wirtschaftlich sehr erfolgreich sein kann, haben die...

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