Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

29.06.2017

18:18 Uhr

Kommentar zu Managerhaftung-Urteil

In feiner Gesellschaft

VonDieter Fockenbrock

PremiumDie Forderung nach einer Bestrafung der Verantwortlichen, die mit Manipulationen und Skandalen ihr Unternehmen schädigen, ist nachvollziehbar. Aber Manager sind mit Sanktionen und Strafen allein nicht zu bändigen.

Unternehmen müssen sich konsequent von solchen Herrschaften trennen, die glauben, Regeln und Anstand gelten immer nur für die anderen. dpa

Managerhaftung

Unternehmen müssen sich konsequent von solchen Herrschaften trennen, die glauben, Regeln und Anstand gelten immer nur für die anderen.

Das Bundesarbeitsgericht hat entschieden. Ein ehemals leitender Angestellter muss dem Unternehmen nicht den Schaden ersetzen, der durch die Mitgliedschaft in einem verbotenen Kartell entstand. Es war auch keine Kleinigkeit, verlangte doch der Thyssen-Krupp-Konzern fast 300 Millionen Euro von seinem ehemaligen Vorstand. Aber dient das Arbeitsrecht wirklich zur Sanktionierung von Fehlverhalten?

Lassen wir die Paragrafen einmal außer Acht, so sagt uns der gesunde Menschenverstand: ja, natürlich. Wenn Manager für ihre Verantwortung schon so üppig entlohnt werden, müssen sie auch für Fehler büßen. Die nüchterne Analyse aber zeigt uns: Strafgelder und Bußen bringen uns nicht wirklich weiter, weil sie das eigentliche Problem...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×