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06.07.2017

15:37 Uhr

Kommentar zu Protestmarsch in der Türkei

Erdogans Gegner

VonOzan Demircan

PremiumDer türkische Staatschef Erdogan sollte den „Gerechtigkeitsmarsch“ von Ankara nach Istanbul ernst nehmen, statt ihn zu kriminalisieren. Das könnte ihm sogar zum Vorteil gereichen. Ein Kommentar.

Aus Empörung über die Verurteilung eines Oppositionsabgeordneten haben Anhänger der Mitte-Links-Partei CHP in Ankara einen Protestmarsch gestartet – bis nach Istanbul. dpa

Gerechtigkeitsmarsch

Aus Empörung über die Verurteilung eines Oppositionsabgeordneten haben Anhänger der Mitte-Links-Partei CHP in Ankara einen Protestmarsch gestartet – bis nach Istanbul.

Zehntausende marschieren wieder einmal in der Türkei auf der Landstraße zwischen Ankara und Istanbul. Sie demonstrieren für Gerechtigkeit. Doch der türkische Präsident Erdogan denunziert sie als Terroristen. Erdogan rückt sie somit in die Nähe von Kriminellen, nach dem Motto: Wenn schon die Putschisten im vergangenen Jahr die Straßen blockierten, dann sind die Teilnehmer des „Gerechtigkeitsmarsches“ kein Stück besser.

Damit tut sich der Präsident keinen Gefallen. Er sollte den Marschierenden lieber zuhören und darauf eingehen. Sonst droht ihm das, was er als allmächtiger Präsident unbedingt verhindern will: eine veritable Opposition, getragen von einer breiten gesellschaftlichen Schicht – übrigens auch bei seinen...

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