Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.06.2017

16:30 Uhr

Kommentar zum G20-Treffen in Hamburg

Gipfel der Absurdität

VonThomas Tuma

PremiumSchon vor Beginn des G20-Treffens bleibt nicht nur für die Hamburger der Eindruck, dass so ein Gipfel allein zwei Dinge produziert: Kosten und Krawalle. G20-Treffen sind zur Farce ihrer selbst erstarrt. Ein Kommentar.

20.000 Sicherheitskräfte schützen das Treffen in der Hansestadt. Reuters

G20-Protestschild im Stadtpark in Hamburg

20.000 Sicherheitskräfte schützen das Treffen in der Hansestadt.

Hamburg macht die Schotten dicht. Ausgerechnet jene Stadt, die sich schon wegen ihres Hafens mehr als jede andere deutsche Metropole als „Tor zur Welt“ begreift. Eine Stadt also, die für Freihandel, Offenheit, eine Welt ohne Grenzen steht. Seit Monaten bereiten Hundertschaften von Polizisten den Ernstfall vor. Am 7. und 8. Juli wird Hamburg dann ordnungsgemäß eine Festung sein. Oder ein Gefängnis. Je nach Perspektive. Auf jeden Fall ein Hochsicherheitstrakt, der mit friedvoller Völkerverständigung nur noch so viel zu tun hat wie Flugzeugträger mit Hans-Albers-Romantik.

Und schuld an dieser merkwürdigen Metamorphose sind keine Terrorwarnungen. Schuld sind ausgerechnet jene, die doch sonst...

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Knut Aigner

27.06.2017, 16:40 Uhr

Man sollte meiner Meinung nach diese Gipfel auf ein Kreuzfahrtschiff legen und die jeweilig zuständige Marine dieses Kreuzfahrtschiff sichern, dann werden viele Kosten gespart und die Marine kann endlich mal ihre Schiffe bewegen bevor auch diese wie unsere Leopard - Panzer einrosten.
Knut Aigner

Frau Edelgard Kah

27.06.2017, 17:25 Uhr

Sehr geehrter Herr Tuma,

kritisieren läßt sich leicht. Und vielleicht sogar zu Recht. Mag ja sein, dass bei den Konferenzen nichts Greifbares herauskommt. Also den Beschluss einer Weltregierung dürfen wir sicher nicht erwarten. Aber vielleicht ist es dennoch wichtig, wenn Donald Trump in langen und breiten Gesprächen vor Augen geführt wird, wie die Weltgemeinschaft über Freihandel und Protektionismus denkt. Und vielleicht lernt er bei einem Kaminabend in einem längeren Vieraugen-Gespräch auch Herrn Putin kennen und schätzen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×