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20.07.2017

12:30 Uhr

Kommentar zur Arzneimittelpreisen

Die Deflation der Pharmawelt

VonSiegfried Hofmann

PremiumWer nach Argumenten sucht, um der Pharmabranche Gier und Preistreiberei zu unterstellen, muss nur in die Listen der Neuentwicklungen schauen. Doch von einer generellen Kostenexplosion kann keine Rede sein. Ein Kommentar.

Die superteuren Neuentwicklungen machen nur einen kleinen Teil des Pharmamarktes aus. dpa

Tabletten und Pillen

Die superteuren Neuentwicklungen machen nur einen kleinen Teil des Pharmamarktes aus.

Umgerechnet etwa 50.000 Euro beträgt der Listenpreis, den der amerikanische Pharmakonzern Johnson & Johnson für eine Jahrestherapie mit seinem neuen, kürzlich zugelassenen Schuppenflechtemittel Tremfya verlangt. Beim Krebsmedikament Imfinzi von Astra-Zeneca summiert sich die Rechnung auf etwa 150.000 Euro. Die innovative Zelltherapie, die der Schweizer Pharmariese Novartis gegen bestimmte Leukämien entwickelte, könnte nach Analystenschätzung sogar mehr als eine halbe Million Euro kosten.

Das sind nur drei Beispiele aus den letzten Wochen. Wer nach Argumenten sucht, um der Pharmabranche Gier und Preistreiberei zu unterstellen, muss nur die Listen der Neuentwicklungen durchforsten. Etwa jede zweite Innovation kommt inzwischen zu Preisen im höheren fünfstelligen...

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