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25.06.2017

17:35 Uhr

Kommentar zur Bankenabwicklung

Italienische Verhältnisse

VonMichael Maisch

PremiumDer Fall Veneto Banca und Banca Popolare ist nicht das erste Mal, dass Italien ein Schlupfloch nutzt, um die Abwicklung einer Bank nach neuen Regeln zu umgehen. Die Bankenunion der EU ist schwer beschädigt. Ein Kommentar.

Die Rettung auf italienische Art versetzt der Idee einer europäischen Bankenunion einen schweren Rückschlag. Reuters

Banca Popolare

Die Rettung auf italienische Art versetzt der Idee einer europäischen Bankenunion einen schweren Rückschlag.

Es ist ein ausgesprochen teurer Spaß: Bis zu 17 Milliarden Euro lässt sich die italienische Regierung die schonende Abwicklung der beiden Krisenbanken Veneto Banca und Banca Popolare di Vicenza kosten, die von den Aufsehern der Europäischen Zentralbank als nicht mehr überlebensfähig eingestuft wurden. Die vielen Milliarden sind nötig, um Gläubiger und Kunden der beiden Geldhäuser zu schützen. Den Preis dafür bezahlen jetzt die Steuerzahler, obwohl in der EU seit über einem Jahr Regeln für die Abwicklung maroder Banken gelten, die eigentlich genau das verhindern sollen.

Die ganze Aktion ist nicht nur ein enttäuschender Rückfall in die Zeiten der Finanzkrise. Die...

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