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17.07.2017

16:58 Uhr

Kommentar zur Diesel-Debatte

Der verunsicherte Käufer

VonThomas Sigmund

PremiumWer sich ein Auto kauft, darf von den Herstellern zurecht eine saubere Technologie verlangen, statt von der Politik enteignet zu werden. Man wünscht sich in diesen Zeiten den Autokanzler Schröder zurück. Ein Kommentar.

Was kann man den Autoherstellern noch glauben? dpa

Auspuff eines V6-Dieselmotors im Audi A7

Was kann man den Autoherstellern noch glauben?

Ein jeder von uns hat wohl einmal ein Auto gekauft. Jahrzehntelang haben wir den Versprechen der großen Autohersteller geglaubt, dass der Diesel umweltfreundlicher und billiger als ein Benziner ist. Doch seit der frühere VW-Chef Martin Winterkorn Abgasmanipulationen einräumen musste, ist nichts mehr wir früher.

Jetzt will auch noch der grüne Verkehrsminister Winfried Hermann in Baden-Württemberg sein politisches Lebenswerk vollenden und das Auto über Fahrverbote komplett abschaffen und alle Bürger auf Busse und Bahnen umlenken. Die Verbündeten von Hermann sind dabei das angeblich ökologisch motivierte Vorfeld von Greenpeace und der Deutschen Umwelthilfe. Das Erstere ist ein quasi Öko-ADAC ohne demokratische...

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

17.07.2017, 17:35 Uhr

Sehr geehrter Herr Sigmund,

für die Diesel-Fahrzeuge hat sich die öffentliche Wahrnehmung von Grund auf geändert. Früher wurden die Abgase auf Prüfständen gemessen. Bei dieser Meßmethode konnten die Hersteller die EU-Vorschriften mit legalen und illegalen Maßnahmen mit knapper Not einhalten. Neu ist nun, dass viele Organisationen auch Messungen im realen Fahrbetrieb vorgenommen haben. Dabei stellte es sich heraus, dass die NOX-Werte um das 5 bis 10fache über den EU-Grenzwerten lagen. Seither gelten Diesel-Fahrzeuge als Dreckschleudern. Viele Bürger vermuten, dass sie über kurz oder lang mit Fahrverboten für die städtischen Zentren belegt werden.

Abhilfe schaffen können nur die Hersteller. Sie müssen den Wunsch der Bürger nach sauberen Abgasen bitterernst nehmen. Auch wenn sich die Preise der Fahrzeuge dadurch deutlich verteuern. Aber nur mit ein paar schäbigen Tricks läßt sich das Image des Diesels nicht verbessern.

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