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24.11.2016

15:14 Uhr

Buch über jüdischen Unternehmer Bosel

Lehrjahre eines Inflationskönigs

VonHans-Peter Siebenhaar

PremiumJüdisch, erfolgreich, angefeindet: Über das Schicksal des Unternehmers Sigmund Bosel hat Georg Ransmayr ein Buch verfasst, das Fortüne und Tragik eines Finanzakrobaten dokumentiert – mit etlichen Parallelen zur Gegenwart.

Klischeebild des reichen Juden. PR

Zeitgenössische Bosel-Karikatur

Klischeebild des reichen Juden.

WienMit seiner weißen Hose, dem britisch inspirierten Sakko, ohne den damals obligatorischen Hut, mit einer Zigarette in der linken Hand zeigt sich Sigmund Bosel seinem Fotografen. Im Österreich der Zwischenkriegszeit inszeniert er sich nicht etwa als honoriger Bankier und Unternehmer. Das Bild zeigt vielmehr einen unkonventionellen, nonkonformistischen Finanzmanager. Keinen Teil des Establishments, sondern einen, der die Eliten provoziert.

Sigmund Bosel war ein Solitär der österreichischen Wirtschaft, der im untergehenden Kaiserreich ein Vermögen gemacht hat und in der nachfolgenden Inflationszeit mit Banken und Firmen zum „Trillionär“, aber auch zur Hassfigur der politischen Extremisten aufgestiegen ist. Das Buch mit dem hintersinnig-treffenden...

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