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01.01.2017

10:04 Uhr

Kulturgutschutzgesetz

Das bürokratische Monster

VonChristiane Fricke

PremiumUnklare Formulierungen erschweren die Anwendung des neuen Kulturgutschutzgesetzes. In vielen Fällen wird ein legaler Weiterverkauf alter Kunst unmöglich. Händler riskieren mitunter Haftstrafen.

Das Aquarell wurde bei Lempertz im Dezember 2016 für 360.000 Euro (ohne Aufgeld) einem rheinischen Privatsammler zugeschlagen. Die Arbeit kam aus belgischem Privatbesitz und sollte vorrübergehend eingeführt werden. Lempertz; VG Bild-Kunst, Bonn 2016

George Grosz: „Soirée“ („Ecce Homo“) von 1922

Das Aquarell wurde bei Lempertz im Dezember 2016 für 360.000 Euro (ohne Aufgeld) einem rheinischen Privatsammler zugeschlagen. Die Arbeit kam aus belgischem Privatbesitz und sollte vorrübergehend eingeführt werden.

DüsseldorfFür die vorübergehende Einfuhr eines wertvollen Aquarells von George Grosz fühlte sich unlängst der Zoll am Grenzübergang Belgien-Deutschland nicht zuständig. „Wir verkaufen hier nur Maut-Tickets!“, bekam Henrik Hanstein zu hören. Der Chef des Kölner Auktionshauses Lempertz wollte das großformatige Blatt nach Deutschland bringen, um es als eines seiner Toplose der jüngsten Moderne-Auktion zu versteigern. Er möge doch in Köln zum Zoll gehen, wurde Hanstein empfohlen.

Kurz bevor Anfang August das Kulturgutschutzgesetz in Kraft treten sollte, hatte Monika Grütters den Passus einer vorübergehenden, auf höchstens zwei Jahre begrenzten Einfuhr in das Gesetzeswerk einfügen lassen. Damit sollte das betreffende Werk vor...

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