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25.11.2016

09:52 Uhr

Kunstgewerbe bei Van Ham

Weißes Gold statt Rubel

VonChristiane Fricke

PremiumIm Auktionshaus Van Ham liefen diesmal Porzellan, Möbel und Kunstkammer-Objekte erstaunlich gut. Diese Nachfrage verdankt sich auch der ungebrochenen Kauflust russischer Kunden.

Der Renaissance-Pokal mit goldenem Schuppendekor und feinster Emailmalerei. Die Erwartungen für das außergewöhnliche Glas waren mit nur 1.500 bis 2.500 Euro beziffert. Am Ende erzielte es 140.800 Euro. Quelle: Van Ham

Liebesgabe in Königsblau

Der Renaissance-Pokal mit goldenem Schuppendekor und feinster Emailmalerei. Die Erwartungen für das außergewöhnliche Glas waren mit nur 1.500 bis 2.500 Euro beziffert. Am Ende erzielte es 140.800 Euro. Quelle: Van Ham

KölnEine zerbrechliche, mit „Amore Mio“ beschriftete Liebesgabe bescherte Van Ham den höchsten Glücksmoment seiner Herbstauktionen. Mehr als zehn Bieter rangen am 19. November 2016 in Köln um den Renaissance-Pokal aus nachtblauem Glas mit goldenem Schuppendekor und Porträtmedaillons in feinster Emailmalerei. Das Kölner Auktionshaus, das immer wieder mit einer starken Kunstgewerbe-Offerte antrat, war sich allerdings hinsichtlich der Datierung um 1500 nicht sicher und hatte deshalb eine Locktaxe von 1.500 bis 2.500 Euro angesetzt. Daraus wurden am Ende 140.800 Euro brutto zugunsten eines deutschstämmigen englischen Händlers.

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Van Ham verzeichnet bei der Auktion Alter Kunst unzählige Rückgänge. Auch der Nachlass der einstigen Münchener Malergröße Carl von Marr entfacht keine wahre Bieterlust. Zwei Gemälde aus dem 19. Jahrhundert bescheren dem Kölner Auktionshaus jedoch überraschende Zuschlagssummen.

Als „erstaunlich“ bezeichnet Van-Ham-Chef Markus Eisenbeis das Interesse für normalerweise schwierige Sammelgebiete wie Kunstkammer-Stücke, Porzellan...

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