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25.12.2016

09:24 Uhr

Kunstmarkt-Bilanz 2016

Trophäen für den Status

VonChristian Herchenröder

PremiumIm Weltmarkt zählt der Markenname des Künstlers, nicht seine Exzellenz. Wie sonst ist zu erklären, dass die die großen, abstrakten Fließbandwerke die höchsten Preise bringen? Eine Bilanz des Kunstmarktjahres 2016.

Das Ölgemälde war mit 725.000 Euro (inkl. Aufgeld) eines der teuersten Bilder des Jahres 2016. Ketterer Kunst

Emil Noldes „Figur und Clematis“

Das Ölgemälde war mit 725.000 Euro (inkl. Aufgeld) eines der teuersten Bilder des Jahres 2016.

BerlinDie Richter-Gemeinde kann sich freuen. Die meisten seiner hochdotierten Gemälde wurden in diesem Jahr in den New Yorker Auktionen bis zur Spitzenmarke von 33,9 Millionen Dollar abgesetzt – Fortsetzung folgt. Geschmacksprägendes Phänomen ist, dass vor allem die großen, abstrakten Fließbandwerke die höchsten Preise bringen. Geradezu absurd wirkt der Richter-Höchstpreis dieser Saison, wenn man bedenkt, dass für die 64 Altmeistergemälde, die in der ersten Dezemberwoche in Sotheby’s und Christie’s Abendauktionen versteigert wurden, insgesamt umgerechnet 32,7 Millionen Dollar erlöst wurden. Darunter waren charakteristische Werke von Tizian, Jordaens, Bosschaert, Teniers und Ruisdael.

Diese Missrelation ist symptomatisch für den aktuellen Zustand des Kunstmarkts....

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