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21.05.2016

16:53 Uhr

Kunstsammlung WDR

Die kulturelle Identität geht verloren

VonChristiane Fricke

PremiumMit dem Verkauf durch Sotheby’s stößt der Kölner Sender WDR seine wertvollsten Kunstwerke ab. Das schadet dem Image der öffentlich-rechtlichen Institution – und dem deutschen Kunstmarkt.

Max Beckmanns „Möwen im Sturm“ aus dem Jahr 1942: Anfangs kaufte der WDR Kunst von Künstlern an, die unter den Nazis verfolgt waren. Quelle: VG Bild-Kunst, Bonn 2016 / Sotheby’s London

Eines der Spitzenlose der Sotheby's-Offerte

Max Beckmanns „Möwen im Sturm“ aus dem Jahr 1942: Anfangs kaufte der WDR Kunst von Künstlern an, die unter den Nazis verfolgt waren. Quelle: VG Bild-Kunst, Bonn 2016 / Sotheby’s London

KölnMax Beckmanns „Möwen im Sturm“ (1942) sind schon immer viel unterwegs gewesen. Doch die Zeiten, in denen das Gemälde als Leihgabe des Kölner Rundfunk- und Fernsehsenders WDR Museumsausstellungen bereicherte, sind vorbei.

Seine letzte große Reise unternimmt das zum käuflichen Objekt degradierte Bild im Namen von Sotheby’s zur Vorbesichtigung nach New York. Endstation ist London am 21. Juni 2016, der Schauplatz: die Abendauktion für Impressionismus und Klassische Moderne. Mindestens drei Millionen Euro (2,4 Millionen Pfund) sollen am Ende in der Kasse sein.

Das schmale Hochformat, das 60 Jahre lang zu den Perlen der WDR-Kunstsammlung zählte, hat mit umgerechnet 880.000 bis...

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