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21.02.2016

20:09 Uhr

Streit um den Gotthard

Schweizer Tunnelblick

VonHolger Alich

PremiumDer Streit um eine zweite Autoröhre durch den Gotthard entzweit die Schweizer. Es geht um die Unversehrtheit ihres Berges – und um ihre Souveränität. Eine Annäherung an den Mythos Gotthard.

Fahnenschwenkend feiern die Bauarbeiter im Jahr 2010 den Durchbruch in der längsten Eisenbahnröhre der Welt. dpa

Gotthard-Tunnel

Fahnenschwenkend feiern die Bauarbeiter im Jahr 2010 den Durchbruch in der längsten Eisenbahnröhre der Welt.

ZürichEs ist ein unwirtlicher Ort, tief unten im Berg. Schmutz klebt auf den einstmals weißen Kacheln. Fahles Neonlicht fällt von der an ungezählten Stellen ausgebesserten Decke. Unablässig rollen Autos und Laster vorbei, die Wände lassen den Lärm widerhallen. Der Tunnel rauscht wie ein wütendes Meer.

Jürg Röthlisberger machen Lärm und Staub nichts aus. Im dunklen Anzug wirft er sich in Pose, blickt Richtung Italien, dreht sich um die eigene Achse. Der 51-Jährige leitet das Schweizer Bundesamt für Straßen (Astra), er hat zum Fotoshooting geladen. Denn Röthlisberger ist im Wahlkampf. Für seinen Tunnel. Durch den Gotthard.

Es ist eine historische...

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