Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

24.03.2017

17:06 Uhr

Martin Walser zum 90.

Ein Apfelbaum mit Birnen

VonHans-Jürgen Jakobs

PremiumMal galt er als Kommunist, mal als Nationalist: Martin Walser rieb sich an der Gesellschaft, und die Gesellschaft an ihm. Das machte ihn zur deutschen Wortmacht. Eine Betrachtung zum 90. Geburtstag des Schriftstellers.

Mehr als 60 Jahre Satz-Kunst. dpa

Martin Walser

Mehr als 60 Jahre Satz-Kunst.

MünchenNonkonformisten sind am stärksten allein, andererseits aber verdammt abhängig von der Menge. Ein Werk muss gespiegelt, gewürdigt, eingeordnet werden. Sein ist eben auch eine Folge des Bewusstseins anderer. In diesem Grundwiderspruch liegen Dichtung und Dilemma des Nonkonformisten Martin Walser, des letzten verbliebenen Großschriftstellers der Nation aus der Grass-Lenz-Böll-Ära. Er brauchte in mehr als 60 Jahren Satz-Kunst eben auch die Feinde, an denen er leidet: die „Chorknaben des Feuilletons“, wie er das nannte, vor allem die von der „Frankfurter Allgemeinen“. Der einstige Reporter und Hörspielautor des Süddeutschen Rundfunks ist für diesen Chor vom Main eher ein wortklingelnder Journalist geblieben denn...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×