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05.03.2017

08:09 Uhr

Nazi-Kunst in Bochum

Auf Hitlers Einkaufszettel

VonChristiane Fricke

PremiumIn einer Ausstellung in Bochum ist zu sehen, was andernorts im Keller bleibt: Kunst, wie sie sich die NS-Elite wünschte. Gegenübergestellt: die als entartet deklarierte Moderne. Eine Einladung zum vergleichenden Sehen.

Linker Teil eines Triptychons (1943). German Art Gallery, The Netherlands

Sepp Happ „Über allem aber steht unsere Infanterie“

Linker Teil eines Triptychons (1943).

BochumDreißig Jahre nachdem der politische Künstler Klaus Staeck die Debatte zur Frage „Nazi-Kunst ins Museum?“ entzündet hat, scheut so mancher deutsche Museumsdirektor die NS-Kunst noch immer wie der Teufel das Weihwasser. Die Bochumer Stiftung Situation Kunst kostete es jedenfalls einige Mühe, Partner für das Ausstellungsprojekt „Artige Kunst“ zu gewinnen. Kunst und Kunstwissenschaft sollten politisch nicht Stellung beziehen, und die Werke der Nazi-Künstler seien einfach schlechte Kunst – hieß es zur Begründung.

Das Tabu wankt indes. Vereinzelte Museen machen sich an die Aufarbeitung dessen, was sie im Depot unter Verschluss halten, beflügelt von der 2011 eingerichteten Datenbank jener Werke, die...

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