Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.04.2016

12:03 Uhr

Raubkunst

Internationaler Präzedenzfall

VonOlga Kronsteiner

PremiumIn Wien soll am 12. April 2016 ein als Raubkunst deklariertes Gemälde versteigert werden, um eine Einigung zwischen dem Einlieferer und den Erben des einstigen Besitzers herbeizuführen. Das Bild gehörte bis zur Beschlagnahmung durch die Gestapo dem Altmeister-Sammler Adolphe Schloss.

Bartholomäus van der Helsts „Herrenporträt“: Das Bildnis gehörte einst Adolphe Schloss. Quelle: im Kinsky

Soll als Raubkunst deklariert versteigert werden

Bartholomäus van der Helsts „Herrenporträt“: Das Bildnis gehörte einst Adolphe Schloss. Quelle: im Kinsky

WienBis heute sind die Umstände, unter denen am Abend des 29. April 1945 und in den folgenden 48 Stunden etwa 650 Gemälde aus dem Luftschutzkeller des Führerbaus in München verschwanden, nicht geklärt. Von 1943 an waren dort, wie in anderen Depots auch, im Zuge des „Sonderauftrags Linz“ beschlagnahmte oder angekaufte Kunstwerke eingelagert.
Fast 70 Jahre später startete im Herbst 2014 unter der Leitung von Meike Hopp ein Forschungsprojekt am Zentral‧institut für Kunstgeschichte, das die Rekonstruktion dieser Plünderungsaktion zum Ziel hat und einen Überblick zu Herkunft, ‧Verbleib und Schicksal der Objekte verschaffen soll. Das Ergebnis soll etwa Museen die Prüfung...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×