Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.02.2015

16:06 Uhr

Streit um den Welfenschatz

Die Verlierer stehen schon fest

VonSusanne Schreiber , L. Elmenhorst

PremiumNur eine PR-Kampagne für einen Vergleich? Die Nachfahren eines jüdischen Kunsthändlerkonsortiums klagen in den USA gegen die Bundesrepublik Deutschland auf Herausgabe der 43 kostbaren Kreuze, Kelche und Kultobjekte.

Das Exponat ist eine der Hauptattraktionen des Welfenschatzes. dpa

Ein Kuppelreliquiar im Berliner Bode-Museum

Das Exponat ist eine der Hauptattraktionen des Welfenschatzes.

Berlin, DüsseldorfDer Welfenschatz ist einer der Hauptattraktionen im Berliner Kunstgewerbemuseum. Der ehemalige Reliquienschatz des Braunschweiger Doms besteht aus insgesamt 42 kostbaren Kultobjekten aus Email, Gold und Silber aus dem 11. bis 15. Jahrhundert.

Nicholas O’Donnell, Anwalt aus Boston, hat vergangene Woche zusammen mit seinem deutschen Kollegen Markus Stötzel in der US-amerikanischen Hauptstadt Washington D.C. Klage eingereicht. Mit der Klage fordern sie die Rückgabe des Welfenschatzes, der schon mehrfach für Schlagzeilen gesorgt hatte. Beklagt sind Bundesrepublik Deutschland und ihr Museumsverbund Stiftung Preußischer Kulturbesitz, die von Bund und Ländern getragen wird. Kläger sind die Erben von lediglich zwei der vier Kunsthändler,...

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Werner Fritsche

02.03.2015, 19:10 Uhr

Washingtoner Abkommen Sehr guter Artikel! Was noch fehlt ist ein Hinweis auf das Washingtoner Abkommen. Danach haben kann jeder Teilnahmestaat die Restitution der Raubkunst autonom regeln, vor allem aber freiwillig und nicht einklagbar. Die BRD hat das mit den Handreichungen und der Einsetzung der Limbach kommission gegelt. Da dürfte ein US-Gericht nicht reinkommen. Das wäre schon ein Eingriff in die Souveränität.Sollte das dennoch passieren, bliebe die Einrede der Verjährung. Daran käme auch ein US-Gericht reicht vorbei. Wobei sich so nebenbei die Frage stellt, warum US-Gerichte andere Staaten verklagen kann. Umgekehrt ist das wohl nicht der Fall. Das Verhalten von Anwälten und Klägern

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×