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01.04.2016

07:56 Uhr

Versicherung

Totalschaden oder Wertminderung?

VonChristiane Fricke

PremiumAuf dem 5. Kölner Kunstversicherungsgespräch am 15. April diskutieren Experten die schwierige Frage der Wertfindung nach einem Schadensfall. Den Anlass liefert die Art Cologne.

Die „Ausschiffung nach Kythera“ von Antoine Watteau (1717/18) aus dem Besitz der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten wurde in den 1990er-Jahren mit einem Bohrer durchstoßen. Das Bild wurde sehr gut restauriert, weshalb sich die Wertminderung in engen Grenzen hält. Quelle: Zilkens GmbH Versicherungsmakler

Mit dem Bohrer attackiert

Die „Ausschiffung nach Kythera“ von Antoine Watteau (1717/18) aus dem Besitz der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten wurde in den 1990er-Jahren mit einem Bohrer durchstoßen. Das Bild wurde sehr gut restauriert, weshalb sich die Wertminderung in engen Grenzen hält. Quelle: Zilkens GmbH Versicherungsmakler

KölnNicht immer ist es gut, wenn Künstler im Schadensfall den Restaurator spielen. So geschehen im Falle des deutschen Malers A. R. Penck, der Ende der 1980er-Jahre ohne viel Federlesens zu Pinsel und Farbe griff, um eine zerrissene, wieder fachmännisch zusammengefügte Papierarbeit künstlerisch auszubessern. „Werk versaut“, soll anschließend der entsetzte Galerist ausgerufen und der Künstler nur mit den Schultern gezuckt haben: „Leider die falsche Farbe.“ Die Folge: ein Totalschaden in Höhe von 80.000 D-Mark zuzüglich 5.000 D-Mark Restaurierungskosten. Wäre die Reparatur autorisiert worden, hätte die Versicherung nur 5.000 zahlen müssen, erinnert sich der Versicherungsmakler Stephan Zilkens, Veranstalter des „Kölner Kunstversicherungsgesprächs“

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