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19.05.2016

22:11 Uhr

Zeitgenössische chinesische Kunst

Kreisen um die Macht

VonSusanne Schreiber

PremiumDer Schweizer Sammler Uli Sigg zeigt, wie überraschend zeitgenössische chinesische Kunst mit dem zynischen Realismus umgeht. Die Ausstellung „Chinese Whispers“ ist derzeit in Bern zu sehen.

Zhao Bandi: „China Lake“. Die Reichen machen Party, ohne zu realisieren, dass sie schon knietief im Wasser stehen. „Alles sieht glücklich aus. Aber man kann untergehen“, meint der Maler. Quelle: Zhao Bandi/ Sigg Collection

Noch steht das Wasser nicht bis zum Hals

Zhao Bandi: „China Lake“. Die Reichen machen Party, ohne zu realisieren, dass sie schon knietief im Wasser stehen. „Alles sieht glücklich aus. Aber man kann untergehen“, meint der Maler. Quelle: Zhao Bandi/ Sigg Collection

BernDreizehn Weltenlenker mit weißen Schöpfen und vielen Allüren kreisen im Berner Museum Zentrum Paul Klee misstrauisch umeinander. Diese politischen, militärischen und religiösen Führer hielten einst jahrzehntelang an ihrer Macht fest, doch nun sitzen sie alle als hilflose Greise im Rollstuhl. Nicht mehr realpolitische Macht treibt sie an, sondern ein Motor – in planloser Bewegung.

Dass die lebensechten Rollifahrer niemals ineinanderkrachen, verdanken sie ihren Erfindern, dem chinesischen Künstlerpaar Sun Yuan und Peng Yu. Wer da denkt, keine der Ex-Führungsfiguren sei vom Phänotypus her asiatisch oder gar chinesisch, ist schon in die Falle getappt, die Uli Sigg den Museumsbesuchern stellt.

Der...

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