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19.12.2016

16:13 Uhr

Analyse von Bert Rürup

Schafft die Beamtenpensionen ab!

VonBert Rürup

PremiumVon der Pension eines Beamten können normale Rentner nur träumen. Warum die Bevorzugung? Diese Form der Altersvorsorge ist nicht mehr zeitgemäß. Doch es würde Jahrzehnte dauern, etwas daran zu ändern. Eine Analyse.

Derzeit sind 4,7 Millionen Frauen und Männer beim Staat beschäftigt, 1,837 Millionen als Beamte. dpa

Ein Beamter bei der Passkontrolle

Derzeit sind 4,7 Millionen Frauen und Männer beim Staat beschäftigt, 1,837 Millionen als Beamte.

DüsseldorfDer Politik sind sie lieb, dem Steuerzahler teuer – die Beamten. Ein neuer OECD-Bericht rät nun, mit einem Privileg der Staatsdiener Schluss zu machen: der Beamtenpension. Aus „Gründen der Gerechtigkeit“ sei deren Begünstigung bei der Alterssicherung nicht mehr zu rechtfertigen, meint der Industrieländerklub. Besonders dringlich sei so eine Reform in Deutschland.

Deutsche Beamte erhalten derzeit nach 40 Dienstjahren maximal 71,75 Prozent des während der letzten zwei Jahre vor dem Ruhestand bezogenen Bruttogehalts als Pension. Davon können Rentner nur träumen. Denn in der gesetzlichen Rentenversicherung gilt das Äquivalenzprinzip: Wer viel und lange einzahlt, bekommt später eine vergleichsweise hohe Rente; wer...

Kommentare (4)

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Frau Edelgard Kah

19.12.2016, 16:47 Uhr

Nur Renten und Beamtenpensionen miteinander zu vergleichen, ist eines Bert Rürups nicht würdig. Sinn macht allein, die Gesamtkosten von Angestellten und Beamten miteinander nebenenander zu stellen. Dazu gehören auf jeden Fall auch die Gehälter beider Gruppen. Und natürlich auch die Summe aller sozialen Leistungen.

Frau Edelgard Kah

19.12.2016, 17:52 Uhr

Die Wochenarbeitszeit der Beamten variiert je nach Bundesland zwischen 40 und 42 Stunden. Als Mittel nehme ich einmal 41 Stunden an. Arbeiter und Angestellte haben hingegen nach den Ausweisen des Statistischen Bundesamtes eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit von 35,2 Stunden.

Demnach arbeiten die Beamten 16,5 % bzw. fast 6 Stunden länger pro Woche. Eigentlich sollte jedem klar sein, dass ein wesentlich längeres Arbeiten auch zu einer höheren Rente (Pension) führen muß.

Herr Axel Braun

20.12.2016, 08:37 Uhr

Liebe Frau Kahn, ich bekomme gerade eine Lachflash wenn ich ihren Kommentar lese. Ich habe selbst 6 Jahre im öD gearbeitet, und danach 20+ Jahre in der Wirtschaft. Ich darf Ihnen versichern: so wie im öD gearbeitet wird möchte ich heute Urlaub machen. Die Qualität ist eine komplett andere.

Aber zurück zum Thema: Neben den Beamterpensionen muß auch die Abgeordnetenversorgung auf den Prüfstand. Die aktuelle Luxusversorgung ist nicht zu rechtfertigen. Erst wenn beide Berufsgruppen auch in die Rentenversicherung einzahlen, darf man darüber nachdenken, auch Selbständige in die Rentenkasse zu bitten. Diese arbeiten übrigens noch mehr als Angestellte.

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