Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

31.07.2015

09:00 Uhr

Bert Rürup zum Einwanderungsgesetz

Überfällig, überschätzt

VonBert Rürup

PremiumBert Rürup fordert als Präsident des Handelsblatt-Research-Instituts eine Reform des Einwanderungsgesetzes, eine menschenwürdige Unterbringung, Ausbildung sowie den Schutz vor Aggression und Anfeindung von Geflüchteten.

„Deutschland braucht ein Einwanderungsgesetz, wenn es will, dass die Arbeitsmigration nicht einfach geschieht.“ Frank Beer

Bert Rürup, Präsident des Handelsblatt Research Institute

„Deutschland braucht ein Einwanderungsgesetz, wenn es will, dass die Arbeitsmigration nicht einfach geschieht.“

DüsseldorfDeutschland braucht ein Einwanderungsgesetz, wenn es will, dass die Arbeitsmigration nicht einfach geschieht, sondern nach den Bedürfnissen unserer Volkswirtschaft gesteuert wird. Allerdings sind die mit einem solchen Gesetz verbundenen Erwartungen, die in der aktuellen Debatte geäußert werden, deutlich überzogen. Dies gilt auch für die Hoffnung, dass ein Einwanderungsgesetz die Probleme im Kontext mit dem Flüchtlingsstrom, der auf absehbare Zeit nicht abreißen wird, auch nur ansatzweise lösen könnte.

Seit dem 1. Januar 2005 wird die Migration nach Deutschland durch das „Gesetz zur Steuerung und Begrenzung der Zuwanderung und zur Regelung des Aufenthalts und der Integration von Unionsbürgern und Ausländern“, kurz...

Kommentare (1)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr F. Gessw.

03.08.2015, 09:16 Uhr

So sehr ich es schätze, dass sich unsere, nennen wir sie mal Galionsfiguren, aus Politik, Wirtschaft und Kunstszene (z. B. Til Schweiger) öffentlich dafür positionieren, Flüchtlinge menschlich bzw. einfach gut zu behandeln, machen diese es sich damit auch ziemlich einfach.

Es gab vor nur wenigen Tagen eine oft gelikete (denglish löst Probleme, die man ohne es nicht hätte ;) - jedenfalls eine Antwort auf einen Post von Herrn Schweiger mit dem Hinweis, dass es eben einfach ist, aus den Elfenbeintürmen, Firmenzentralen und Villenvierteln heraus politisch korrekt zu sein.

Aber dass Flüchtlinge nicht immer nur eine Bereicherung sind, kann ja niemand bestreiten - und dass auch genug Deutsche keine Bereicherung sind, ebenfalls nicht, aber das ist ja nicht das Thema.

Wenn also Herr Rürup jetzt fordert, dass all jene helfen, welche mit den Flüchtlingen vor Ort leben (was ja auch viel passiert), aber einige sich vielleicht auch davon gestört fühlen, teils zu Recht, teils zu Unrecht - in jedem Fall sollte man die zusätzlichen finanziellen Lasten doch auf jene umlegen dürfen, denen es nicht nur nichts ausmacht, sondern die sich auch so vehement dafür einsetzen. Denn nicht selten zeigt sich erst, ob es jemand ernst meint, wenn es um sein eigenes Geld geht.

Dieses Jahr nimmt Deutschland voraussichtlich ca. 300.000 Flüchtlinge auf. Wenn wir die alle auch nur halbwegs vernünftig unterbringen und versorgen wollen, kostet das pro Kopf und Monat, ich schätze einfach mal 400-500 €, also irgendwas zwischen 1,5 - 2 Milliarden pro Jahr.
Man sollte sich darüber nicht erschrecken, das ist, volkswirtschaftlich betrachtet, nicht viel Geld, weniger als 0,1% vom deutschen BIP. Wir können und sollten uns das leisten.

Aber es nützt nichts, Anwohner vor Ort als Nazis zu beschimpfen und zu behaupten, die haben so gar keinen Grund dafür und sind nur gehässig. Es bringt niemandem etwas.

Wie heißt es so schön, wieder englisch: Put your money, where your mouth is - dann dürft ihr auch fordern.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×