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24.10.2016

12:01 Uhr

Chefökonom – Bert Rürup

Falsches Spiel mit dem Rentenniveau

VonBert Rürup

PremiumOft wird versucht, komplexe wirtschaftspolitische Probleme auf eine prägnante Zahl zu reduzieren. In der aktuellen Rentendebatte ist das Rentenniveau solch eine Größe. Warum der Streit darum bizarr ist. Eine Analyse.

Gemeinhin versteht man unter „lebensstandardsichernd“ eine Rente, die es erlaubt, den in den letzten Jahren des Erwerbslebens gewohnten Konsum aufrechtzuerhalten. dpa

Ein Rentnerpaar

Gemeinhin versteht man unter „lebensstandardsichernd“ eine Rente, die es erlaubt, den in den letzten Jahren des Erwerbslebens gewohnten Konsum aufrechtzuerhalten.

Oft wird versucht, komplexe wirtschaftspolitische Probleme auf eine prägnante Zahl zu reduzieren – nicht selten, um so die eigene Position als die richtige erscheinen zu lassen. Das kann etwa bei einer Einkommensteuerreform der Spitzensteuersatz sein oder die aus einem Vergleich mit dem Ausland abgeleitete Investitionslücke.

In der aktuellen Rentendebatte ist das Rentenniveau solch eine Größe. Gegenwärtig liegt diese Kennziffer bei 47,8 Prozent. Doch was sie aussagt, weiß kaum jemand. Ein weit verbreiteter Irrglaube ist, dass sich dieser Prozentsatz auf das letzte Einkommen vor dem Eintritt in den Ruhestand bezieht. Tatsächlich aber hat das Einkommen im letzten Jahr der Erwerbstätigkeit fast...

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