Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.04.2016

17:37 Uhr

Demokratie in der Krise

Repräsentieren reicht nicht!

VonHans-Peter Bartels

PremiumVolksparteien müssen sich für politisch Interessierte mehr öffnen, empfiehlt der Ex-Bundestagsabgeordnete und heutige Wehrbeauftragte Hans-Peter Bartels seinen Genossen und politischen Mitbewerbern. Ein Gastkommentar.

Die einst mitgliederstärkste Partei Deutschlands schwächelt. dpa

SPD-Chef Sigmar Gabriel

Die einst mitgliederstärkste Partei Deutschlands schwächelt.

Im Januar 1874 – der Reichskanzler hieß Otto von Bismarck – gewann der 32-jährige Sozialdemokrat Otto Reimer überraschend den Reichstagswahlkreis Nr. 9, Ostholstein, und damit zum ersten Mal in der Geschichte der Sozialdemokratie weltweit einen ländlichen Wahlkreis. Hier, in der „Grafenecke“ des alten Herzogtums Holstein, gab es kaum ein nennenswertes Industrieproletariat, stattdessen adlige Großgrundbesitzer, liberales Kleinstadtbürgertum – und Insten, Kätner, Deputatisten, Gesinde: Landarbeiter, überwiegend Analphabeten.

Keine Fernsehspots, keine Radiowerbung, keine Postwurfsendungen und vierfarbigen Hohlkammerplakate, keine Kanzlerkandidaten-Kundgebungen und kein Online-Campaigning hatten die Wähler (Männer ab 25) mobilisiert und überzeugt, sondern das Beste und Schwierigste, was die Demokratie an der Basis zu...

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×