Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

03.02.2017

08:53 Uhr

Der Fall Deutschland

Stolz und Verfall

VonAnna Gauto, Christian Rickens, Ulf Sommer, Klaus Stratmann, Jens Münchrath

PremiumTrotz Schulz' Höhenflug: Nach derzeitigen Umfragen wird es bei einer Großen Koalition bleiben. Höchste Zeit, dass Union und SPD Reformeifer entwickeln. Weitere vier Jahre Stillstand kann sich Deutschland nicht leisten.

Angela Merkel und Martin Schulz als Don Quijote und Sancho Panza. Albert Radl

Künftige Schicksalsgemeinschaft?

Angela Merkel und Martin Schulz als Don Quijote und Sancho Panza.

Düsseldorf, BerlinSie haben sich um den Glastisch im Wohnzimmer zur Vorstandssitzung versammelt. Gastgeber Fabrice Witzke, Chef des SPD-Ortsvereins Düsseldorf-Friedrichstadt, serviert Bionade, Radler und alkoholfreies Bitburger.

Hier, zwischen hellem Parkett und hohen Decken, ist nicht mehr viel davon zu spüren, dass die SPD einst eine Arbeiterpartei war. Der 37-jährige Witzke ist Anwalt, andere Vorstandsmitglieder studieren Jura, Volkswirtschaft, Sozialwissenschaften. Eine abgeklärte Akademiker- runde in der Altbauwohnung.

Doch heute beben die Gemüter wie einst im Mai. Seit wenigen Stunden ist Martin Schulz der sozialdemokratische Spitzenkandidat. „Das ist ein echter Sympathieträger, ein Menschenfänger, für ihn kann man gut auf die Straße gehen“, ruft...

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Unbekannt

02.02.2017, 20:00 Uhr

Was mir an den Zukunftsplanungen von Parteien und Politikern auffällt ist, dass die ungelöste Staatsschuldenkrise in Europa darin nicht vorkommt. Frau Merkel hat dieses Thema tabuisiert und in die ganz rechte Ecke verschoben und es praktisch kriminaliisiert. Auch von dem neuen Hoffnungsträger der SPD war dazu bisher nichts zu hören. Alle schimpfen auf Herrn Draghi, überlassen ihm aber gerne die Aufgabe, das Problem über die Währungspolitik zu lösen.

Und Draghi tut, was er kann. Über die ultraleichte Geldpolitik finanziert er die Bankrottstaaten (dazu gehört auch Deutschland) zum Spartarif, und zwar so lange, bis eine kräftige Inflation die Schulden entwertet (bedauerlicherweise aber auch die Sparvermögen).

Dass auf diesem Wege die Überlegung der Schröder-Regierung, die sinkenden Renten könnten durch private Sparbemühungen aufgefangen werden, längst obsolet geworden ist, wird nicht zur Kenntnis genommen.

Auch das laute Gedröhne von Herrn Schulz hat dazu bisher keinerlei Lösungen angeboten. Frau Merkel ist seit Jahren nur noch im Selbstrechtfertigungsmodus unterwegs.Sie blendet alles aus, wofür sie keine Lösung hat, ebent ALLES!

Herr Udo Goldstein

03.02.2017, 09:42 Uhr

. Danke!

Herr Lothar Bitschnau

03.02.2017, 10:31 Uhr

Genau ..

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×